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Shikoku

Shikoku

Japans Wildschweinjäger aus den Bergen, selten sogar zu Hause.

Auf einen Blick: Der Shikoku (auch Shikoku Ken) ist ein mittelgroßer Spitz (16–25 kg), gezüchtet für die Wildschweinjagd in den steilen Bergen der Insel Shikoku; nach der Präfektur, die die besten Linien bewahrte, heißt er auch Kochi-ken. Er gehört zu Japans sechs einheimischen Rassen, steht seit 1937 als lebendes Naturdenkmal unter Schutz und liegt in der Größe zwischen Shiba und Akita. Das Fell verrät ihn: Sesam (japanisch: Goma), Schwarzsesam oder Rotsesam über cremefarbenem Urajiro — den hellen Abzeichen an Brust, Bauch und Läufen — dazu eine Ringel- oder Sichelrute. Er bindet sich enger und hört besser als der Shiba, bleibt aber ein japanischer Ursprungshund: eigenständig, wachsam gegenüber Fremden und mit tief sitzendem Jagdtrieb. Selbst in Japan werden im Jahr nur ein paar hundert eingetragen.

Eckdaten

GrößeMittelgroß · 43–55 cm
Gewicht16–25 kg
Lebenserwartung12–14 Jahre
EnergieHoch — gezüchtet für ganze Tage im steilen Gelände
HaarenStark zur Saison — zwei kräftige Fellwechsel im Jahr
FellDichtes Doppelfell · Sesam (Goma), Schwarzsesam oder Rotsesam, mit Urajiro
GruppeSpitze und Hunde vom Urtyp · Asiatische Spitze (FCI-Standard Nr. 319, Gruppe 5)
HerkunftShikoku island, Japan

Rassemerkmale

Freundlichkeit

Anhänglich in der Familie
Gut mit Kindern
Gut mit anderen Hunden
Offenheit gegenüber Fremden

Pflege

Haarverlust
Pflegeaufwand
Allgemeine Gesundheit
Sabbern

Kopf

Trainierbarkeit
Energielevel
Bellen
Problemlösung

Wesen

Der Shikoku ist zuerst Jäger: ausdauernd, wendig in Gelände, das die meisten Hunde stoppen würde, und schnell auf alles fixiert, was sich wie Wild bewegt. Zu Hause ist er ruhiger, als sein Beruf vermuten lässt — eng an seinem Menschen, kooperativer als der Shiba und still, solange es nichts zu melden gibt. Fremden gegenüber bleibt er auf Abstand und beobachtet; der Standard verlangt Wachsamkeit ohne Scheu, und ein gut aufgezogener Shikoku liefert genau das. Was er nie wird, ist ein Hund, der um des Gehorchens willen gehorcht. Er arbeitet mit dir, wenn die Beziehung stimmt, und legt deine Bitte zu den Akten, wenn nicht. Schärfe gegenüber gleichgeschlechtlichen Hunden ist verbreitet und gehört von Anfang an eingeplant.

BreedQuest-Zensus: Eine von Japans sechs einheimischen Rassen, 1937 zum lebenden Naturdenkmal erklärt und im FCI-Standard Nr. 319, Gruppe 5 geführt — bei NIPPO, Japans Register für die einheimischen Rassen, mit nur wenigen hundert Eintragungen pro Jahr.

Gewohnheiten & Marotten

Gebaut fürs Klettern

Steile Felsen, umgestürzte Bäume, ein Zaun, den du für hoch genug hieltst — Wildschweinjäger aus den Bergen behandeln senkrechtes Gelände als Weg, nicht als Hindernis.

Der Blick am Waldrand

Auf dem Spaziergang scannt er ununterbrochen, und eine Rehfährte oder ein Rascheln im Gebüsch hat in einer Sekunde seine ganze Aufmerksamkeit. In dem Moment kommt der Jagdhund durch.

Immer über dich im Bild

Er verfolgt Stimmung und Aufenthaltsort seines Menschen durch den Tag und legt sich in die Nähe — enger gebunden als der Shiba, ohne dabei zu kleben.

Sucht sich seine Hundefreunde aus

Viele Shikoku kommen mit vertrauten Hunden gut aus und sind kurz angebunden mit fremden Artgenossen desselben Geschlechts. Sorgfältiges Zusammenführen bringt mehr als Optimismus auf der Hundewiese.

Pflege

BewegungEine bis zwei Stunden echte Arbeit am Tag — Wanderungen, Laufen, Nasenarbeit, Schleppleine im offenen Gelände. Wo Wild lebt, sind Leine oder ein bombenfester Rückruf Pflicht.
FellpflegeBürste das Doppelfell wöchentlich, während der beiden großen Fellwechsel täglich — dann kommt die Unterwolle in ganzen Büscheln heraus. Baden ist selten nötig.
TrainingEr lernt schnell und langweilt sich schneller. Kurze, abwechslungsreiche Einheiten mit Belohnung von klein auf, viel frühe Sozialisierung und kein Drill — Wiederholungen, deren Sinn er nicht sieht, ignoriert er.
GesundheitInsgesamt eine widerstandsfähige Rasse. Achte auf Zuchttiere, die auf Hüftdysplasie, Patellaluxation und Augenerkrankungen untersucht sind; in manchen Linien treten Hautallergien auf.

Wie viel Futter braucht ein Shikoku? →

Häufige Fragen

Worin unterscheidet sich der Shikoku vom Shiba Inu?

In Größe und Beruf. Der Shikoku misst 43–55 cm — einen Kopf mehr als der Shiba — und wurde als arbeitender Wildschweinjäger gehalten, nicht als Jäger für Niederwild und Begleiter. Er bindet sich enger an seinen Menschen und lässt sich etwas besser erziehen, bringt aber mehr Trieb mit: mehr Ausdauer, mehr Beutefokus, mehr Hund am anderen Ende der Leine.

Sind Shikoku wirklich so selten?

Ja. NIPPO, Japans Register für die einheimischen Rassen, verzeichnet nur ein paar hundert Welpen pro Jahr, und im Ausland ist die Rasse noch knapper — in den meisten Ländern gibt es eine Handvoll Züchter und Wartelisten von mehreren Jahren. Wer einem Shikoku begegnet, hat das fast immer lange geplant.

Kann ein Shikoku mit Katzen oder anderen Hunden leben?

Manchmal — mit ehrlichen Erwartungen. Von klein auf gemeinsam aufgewachsen, leben viele friedlich mit der Familienkatze und vertrauten Hunden. Der Jagdtrieb lässt sich aber nie deinstallieren — Freigängerkatzen und Kleintiere bleiben gefährdet — und fremde Hunde desselben Geschlechts sind der häufigste Reibungspunkt.

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