Drever
Aus einem deutschen Import herausgezüchtet, um Rehwild auf schwedischem Bergland zu verfolgen – und 1947 per Volksabstimmung umbenannt.
Eckdaten
| Größe | Klein · 32–38 cm (Rüden), 30–36 cm (Hündinnen) |
| Gewicht | 14–18 kg — Wert des Rassezuchtvereins; die Rubrik „Größe und Gewicht" im Standard selbst nennt keine Zahl |
| Lebenserwartung | 12–15 Jahre — Rasseliteratur, keine Studiendaten |
| Energie | Hoch — gebaut, um Reh und Hase den ganzen Tag über unwegsames Gelände zu verfolgen |
| Haaren | Gering bis mäßig — kurzes, hartes, anliegendes Fell |
| Fell | Kurz, hart, glatt und anliegend · jede Farbe mit klar abgegrenzter weißer Zeichnung |
| Gruppe | Laufhund · Kleine Laufhunde (FCI №130, Gruppe 6) |
| Herkunft | Schweden |
| FCI-Gruppe | 6 — Laufhunde, Schweisshunde und verwandte Rassen · FCI 130 |
Rassemerkmale
Freundlichkeit
Pflege
Kopf
Der Drever in Zahlen
Die meistgesuchten Fakten zum Drever — Preis, Lebenserwartung, Gewicht, Haaren und Farben, an einem Ort.
Weit verbreitet — meist findest du ohne lange Wartezeit einen Wurf bei einem eingetragenen Züchter. Rechne mit gleichmäßigen laufenden Kosten — mittlerem Futter, üblicher Tierarztvorsorge und Versicherung.
Wir nennen keine feste Zahl: Der echte Preis hängt von Züchter, Region, Blutlinie und Gesundheitstests ab — und aus dem Tierschutz kostet er einen Bruchteil eines Züchterwurfs. Adoptieren ist fast immer der günstigste Weg.
Wesen
Der Wesensabschnitt des Standards ist kurz: „Eifriger und ausgeglichener Laufhund. Niemals aggressiv, nervös oder scheu." Diese Eifrigkeit ist Jagdtrieb, keine Wohnzimmerenergie – der geschichtliche Teil des Standards hält fest, dass die Rasse fast ausschließlich als Jagdhund gehalten wird und man kaum je von ihr als „bloßem" Begleithund hört, und der Abschnitt zum Gesamteindruck verlangt einen Hund, der im schwedischen Gelände und Klima effizient arbeitet. In der Praxis ist ein Drever mit Aufgabe ausgeglichen, folgsam und unbeeindruckt von Schüssen oder fremden Hunden auf der Jagd; ein Drever ohne etwas zu verfolgen kann unruhig werden, und seine Nase fängt an, selbst zu entscheiden, wenn du ihm nicht zuvorkommst.
Gewohnheiten & Marotten
Ein deutscher Import, umbenannt per Abstimmung
Der Drever stammt von der Westfälischen Dachsbracke (FCI №100) ab, die um 1910 nach Schweden eingeführt und 1913 erstmals eingetragen wurde. 1947 erhielt die größere von zwei damals gebräuchlichen Größenformen den Namen Drever, vom schwedischen drev, einer Jagdart, bei der Laufhunde das Wild zu den wartenden Schützen treiben; Rassegeschichten erzählen, der Name habe einen Zeitungswettbewerb gewonnen – ein Detail, das der Standard selbst nicht wiederholt. Der schwedische Kennel Club erkannte die Rasse 1953 landesweit an, die FCI folgte 1955.
Nach festem Maßverhältnis gebaut
Der Proportionsabschnitt des Standards ist ungewöhnlich genau: Der Abstand vom Boden zum Brustbein soll 40 % der Widerristhöhe betragen, und der Fang soll so lang sein wie der Schädel. Das Ergebnis liest sich genau wie beabsichtigt – ein kräftiger, recht langer Rumpf auf kurzen Läufen, gebaut für einen ganzen Arbeitstag statt für Tempo.
Weiße Abzeichen – aber mit Grenzen
Der Farbabschnitt erlaubt jede Grundfarbe, solange klar abgegrenzte weiße Abzeichen vorhanden sind – am liebsten als Blesse, vollständiger Halskragen und Weiß an Läufen, Pfoten und Rutenspitze, symmetrische Zeichnung bevorzugt. Drei Dinge disqualifizieren sofort: ein überwiegend weißes Fell, Merle und Leberbraun.
Schwedens beliebtester Jagdlaufhund
Neben den seltenen nordischen und baltischen Laufhunden, mit denen er sich den Stammbaum teilt, sticht der Drever schlicht durch seine Zahl hervor: Der schwedische Kennel Club selbst beschreibt ihn als einen der großen Lieblinge des Landes bei Jägern, dem kein anderer Laufhund an Beliebtheit gleichkommt. Außerhalb Skandinaviens bleibt er ein Arbeitsspezialist – der UKC erkannte ihn erst 1996 an, und der AKC führt ihn bis heute im Foundation Stock Service statt in voller Anerkennung.
Gesundheit
Die Rasseliteratur des Drever nennt kein weithin bekanntes, rassetypisches Erbleiden — die Fehlerliste des Standards ist fast ausschließlich strukturell —, also ist das ein wirklich robuster kleiner Laufhund. Zwei vernünftige Vorsichtsmaßnahmen gelten trotzdem. Er ist ein langer Hund auf kurzen Läufen, halte ihn also schlank und geh sparsam um mit wiederholtem Auf- und Abspringen von Möbeln, um den Rücken zu schonen; und wie bei jeder Jagdrasse mit kleiner internationaler Population: frag die Züchter:innen nach dem HD-Screening und der Tiefe der Ahnentafel.
Ernährung
| Bewegung | Gebaut für einen ganzen Tag Reh-, Hasen- und Fuchsverfolgung über schwedisches Bergland, braucht der Drever echte tägliche Arbeit, keinen bloßen Spaziergang – Fährtenspiele, lange Freilauftouren mit Nasenarbeit oder die echte Jagd. Ein Drever ohne ein Ventil für die Nase sucht sich seine eigene Spur, ob auf dem Grundstück oder außerhalb. |
| Fellpflege | Das Fell ist kurz, hart, glatt und anliegend, an Hals, Rücken und Oberschenkelrückseite etwas länger, und eine wöchentliche Bürste reicht aus. Kontrolliere die breiten, mittellangen Ohren, die faltenfrei nah an den Wangen hängen und nach einem Tag im nassen Unterholz Feuchtigkeit einschließen können. |
| Training | Der Wesensabschnitt des Standards ist kurz und direkt – eifrig und ausgeglichen, niemals aggressiv, nervös oder scheu –, was den Drever für einen Laufhund erstaunlich folgsam macht. Der Haken ist die Nase: Der Rückruf braucht frühe, konsequente Arbeit, denn ein jagdlich geprägter Laufhund mitten in der Fährte hört nicht zuverlässig zu. |
| Gesundheit | Die Fehlerliste des Standards ist fast ausschließlich strukturell – Gebiss, Augenfarbe, Fellzeichnung – statt eine Liste von Erbkrankheiten, und die Rasseliteratur nennt keine weithin anerkannten, rassetypischen Gesundheitsprobleme beim Drever. Wie bei jeder Jagdrasse mit kleiner internationaler Population lohnt es sich, Züchter:innen nach HD-Screening und der Tiefe der Ahnentafel zu fragen. |
Niedrig und lang gebaut, um den ganzen Tag Rehwild über unwegsames Gelände zu verfolgen, ist der Drever ein guter Futterverwerter mit ordentlichem Appetit — eine Kombination, die schnell Gewicht ansetzt. Wieg das Futter ab, rechne die Leckerlis der Nasenarbeit in die Tagesration mit ein und halte den Hund schlank — Übergewicht auf diesem langen Rücken ist genau das, was er nicht braucht. Füttere nach der tatsächlichen Arbeit: Ein ganzer Tag Fährtenarbeit und ein ruhiger Tag zu Hause sind nicht dieselbe Mahlzeit.
Welpen-Ratgeber
Ein Drever-Welpe ist eine Nase auf Beinen, von früh an auf Gerüche eingestellt, deshalb geht es im ersten Jahr darum, den Rückruf aufzubauen, bevor die Nase ganz übernimmt. Halte die Arbeit des wachsenden Körpers vernünftig — das ist ein Hund mit langem Rücken, also begrenze wiederholtes Treppensteigen und große Sprünge, solange sich das Skelett festigt — und steck deine Energie stattdessen in Nasenspiele und einen bombensicheren Rückruf. Sozialisiere ihn breit, damit das ausgeglichene, folgsame Wesen, das der Standard beschreibt, jede Chance hat, sich zu festigen.
Training
Der Wesensabschnitt des Standards ist kurz und direkt — eifrig und ausgeglichen, niemals aggressiv, nervös oder scheu —, was den Drever für einen Laufhund folgsam macht. Der einzige Haken ist die Nase: Ein jagdlich geprägter Laufhund mitten in der Fährte hört nicht zuverlässig zu, also braucht der Rückruf frühe, konsequente Arbeit mit hochwertigen Belohnungen und eine Schleppleine bis weit ins erste Jahr. Halte die Einheiten kurz und lohnend, und gib dieser eifrigen Nase ein erlaubtes Ventil, bevor sie sich selbst eines sucht.
Lebenserwartung
Drever werden 12–15 Jahre — Rasseliteratur, keine Studiendaten alt. Der Drever ist ein robuster, langlebiger Laufhund ohne weithin bekanntes rassetypisches Leiden, und du hältst ihn am oberen Ende dieser Spanne mit den Grundlagen: einem schlanken Gewicht, das den langen Rücken schont, echter täglicher Nasenarbeit und Züchter:innen, die auf Hüften untersuchen und aus einer ausreichend tiefen Ahnentafel züchten. Die genannten Jahre stammen aus der Rasseliteratur, nicht aus einer Studie — lies sie als Anhaltspunkt.
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Häufige Fragen
Ist der Drever derselbe Hund wie ein Dackel?
Nein, es sind unterschiedliche Rassen, trotz der kurzen Läufe und einer gemeinsamen deutschen Wurzel. Der Dackel wird nach Brustumfang eingeteilt und wurde gezüchtet, um Dachs und Fuchs unter die Erde zu folgen; der Drever stammt von der Westfälischen Dachsbracke (FCI №100) ab, einem Laufhund der Gruppe 6, dessen eigener Standard eine Widerristhöhe (32–38 cm) festlegt und einen Hund verlangt, der Reh, Hase und Fuchs über der Erde verfolgt, in der Meute, nicht allein darunter.
Sind Drever außerhalb Schwedens gute Haustiere?
Sie können es sein, aber geh mit offenen Augen hinein: Der eigene FCI-Standard der Rasse hält fest, dass sie streng als Jagdhund gehalten wird und man kaum je von ihr als „bloßem" Begleithund hört. Ein Drever braucht ein echtes Ventil für Nase und Ausdauer – Nasenarbeit, Fährtensuche oder echte Jagd – und ist am besten aufgehoben bei Menschen, die bereit sind, ihm eine Aufgabe zu geben, nicht nur ein Sofa.
Was unterscheidet den Drever von Schwedens anderen Stövare-Laufhunden wie dem Hamiltonstövare oder dem Smålandsstövare?
Vor allem die Läuferlänge. Der Hamiltonstövare (FCI №132) und der Smålandsstövare (FCI №129) sind größere, langbeinigere Laufhunde, gebaut für einen schnelleren Galopp; der Drever ist absichtlich kurzläufig – die Formulierung stammt aus dem Standard selbst –, damit ein Jäger zu Fuß beim Verfolgen mithalten kann. Alle drei entstammen derselben schwedischen Laufhundtradition und teilen ein ausgeglichenes, folgsames Wesen, aber der Drever ist dafür gebaut, zu Fuß begleitet zu werden, nicht seinen Hundeführer abzuhängen.
Haart der Drever viel?
Mäßig. Der Drever verliert eine überschaubare Menge Fell, gleichmäßig übers Jahr verteilt, mit kräftigeren Phasen beim Fellwechsel. Einmal pro Woche bürsten hält den Großteil der losen Haare von deinen Böden und Klamotten fern.
Ist der Drever hypoallergen?
Eher nicht. Kein Hund ist wirklich hypoallergen, und das haarende Fell des Drever gibt jede Menge der Hautschuppen ab, die Allergien auslösen. Wenn bei dir zu Hause jemand allergisch ist, ist das keine der einfachsten Rassen fürs Zusammenleben – verbring vorher Zeit mit einem.
Ist der Drever gut mit Kindern?
Das kann sein. Der Drever ist recht gesellig und kann im passenden Zuhause gut mit Kindern auskommen, vor allem bei früher Sozialisierung. Behalt ihn bei kleinen Kindern im Blick und bring Hund und Kind bei, einander zu respektieren.
Ist der Drever leicht zu erziehen?
Einigermaßen. Der Drever lässt sich mit Konsequenz und Belohnungen erziehen, auch wenn er nicht der schnellste Lerner ist. Halte die Einheiten kurz und positiv und hab Geduld bei den Grundlagen wie dem Rückruf.