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German Longhaired Pointer

German Longhaired Pointer

Deutschlands erster langhaariger Jagdgebrauchshund — laut Standard braun und gelassen, zu Hause in Feld, Wasser und Wald.

Auf einen Blick: Der Deutsch-Langhaar ist der langhaarige unter Deutschlands Vorstehhunden – und der erste mit eigenem Standard: Die Reinzucht begann 1879, und 1897 legte Freiherr von Schorlemer die ersten Rassekennzeichen fest. Die FCI erkannte die Rasse am 18. Dezember 1954 endgültig an und führt sie als Standard Nr. 117 in Gruppe 7, Sektion 1.2, den kontinentalen Vorstehhunden vom Typ Spaniel, mit Arbeitsprüfung. Er ist kräftig, muskulös und tiefgestellt, mit flüssigen Linien – Rüden 60–70 cm, Hündinnen 58–66 cm, das Gewicht liegt laut Standard bei 30 kg. Unter dem festen, glatten oder leicht welligen Fell von 3–5 cm am Rücken steckt immer Braun: einfarbig braun, braun-weiß, oder in den Schimmel-Varianten – Dunkelschimmel, Hellschimmel, Forellenschimmel –, dazu vereinzelt gelber Brand als uraltes Erbe der Bracken in der Ahnenreihe. Weiß am Kopf ist auf Blässe, Schnippe oder Stern begrenzt. Der Standard verlangt ein ausgeglichenes, ruhiges Wesen mit gezügeltem Temperament, gutartig und leicht zu führen; die Verwendungsklausel fordert einen Hund, der in Feld, Wasser und Wald arbeitet, vor und nach dem Schuss.

Eckdaten

GrößeGroß · 60–70 cm (Rüden), 58–66 cm (Hündinnen)
GewichtEtwa 30 kg — der Standard nennt einen Richtwert, keine Gewichtsspanne
Lebenserwartung12–14 Jahre — Rasseliteratur, keine Studiendaten
EnergieHoch — 2 Std. am Tag mit echter Arbeit
HaarenMäßig, stärker im Fellwechsel
Fell3–5 cm am Rumpf, befranst, mit Unterwolle · Grundfarbe immer Braun
GruppeJagdhunde · Kontinentale Vorstehhunde, Typ Spaniel (FCI №117, Gruppe 7)
HerkunftDeutschland
FCI-Gruppe7 — Vorstehhunde · FCI 117

Rassemerkmale

Freundlichkeit

Anhänglich in der Familie
Gut mit Kindern
Gut mit anderen Hunden
Offenheit gegenüber Fremden

Pflege

Haarverlust
Pflegeaufwand
Allgemeine Gesundheit
Sabbern

Kopf

Trainierbarkeit
Energielevel
Bellen
Problemlösung

Der German Longhaired Pointer in Zahlen

Die meistgesuchten Fakten zum German Longhaired Pointer — Preis, Lebenserwartung, Gewicht, Haaren und Farben, an einem Ort.

Preis

Seltener — rechne mit Warteliste und etwas Anfahrt zu einem seriösen Züchter, was den Preis nach oben treibt. Die laufenden Kosten sind hoch — mehr Futter, größere Dosen beim Tierarzt und teurere Versicherung.

Wir nennen keine feste Zahl: Der echte Preis hängt von Züchter, Region, Blutlinie und Gesundheitstests ab — und aus dem Tierschutz kostet er einen Bruchteil eines Züchterwurfs. Adoptieren ist fast immer der günstigste Weg.

Lebenserwartung
12–14 Jahre — Rasseliteratur, keine Studiendaten
Gewicht
Etwa 30 kg — der Standard nennt einen Richtwert, keine Gewichtsspanne
Größe
Groß · 60–70 cm (Rüden), 58–66 cm (Hündinnen)
Haaren
Mäßig, stärker im Fellwechsel
Farben
3–5 cm am Rumpf, befranst, mit Unterwolle · Grundfarbe immer Braun

Wesen

Der Standard beschreibt das Wesen so: ausgeglichen, ruhig, gezügeltes Temperament, gutartig, leicht zu führen. Diese Ruhe ist die Ruhe eines Arbeitshundes, nicht die eines Sofahunds – dieselbe Verwendungsklausel verlangt Anlagen für alle Arbeiten in Feld, Wasser und Wald, vor und nach dem Schuss, und ein Hund mit diesem Auftrag will beschäftigt werden. Verbands- und Rasseliteratur beschreiben einen menschenbezogenen, geselligen Hund, der sich nach ausreichend Auslauf gut zur Ruhe legt und gerne mitarbeitet; im Ring gelten Aggressivität und ausgeprägte Ängstlichkeit als disqualifizierende Fehler. Der Jagdtrieb darunter ist echt. Vögel, Kaninchen und frische Fährten stellen den Rückruf auf die Probe, also lohnt sich eine Schleppleine, bis der Rückruf sitzt.

Gut zu wissen: FCI-Standard Nr. 117 — Gruppe 7, Sektion 1.2 Kontinentale Vorstehhunde, Typ Spaniel, mit Arbeitsprüfung, Ursprungsland Deutschland. Die FCI hat die Rasse am 18. Dezember 1954 endgültig anerkannt; der gültige Standard wurde am 10. November 2011 veröffentlicht, und seine Amtssprache ist Deutsch.

Gewohnheiten & Marotten

Braun, in jeder Spielart

Der Farbabschnitt des Standards nennt sechs Spielarten, alle auf Braunbasis: einfarbig braun, braun mit weißen oder geschimmelten Abzeichen, Dunkelschimmel, Hellschimmel, Forellenschimmel und Braun-Weiß. Weiß am Kopf ist auf Blässe, Schnippe oder Stern begrenzt. Sogar der gelegentliche gelbe Brand ist vorgesehen — der Standard nennt ihn ein uraltes Erbe der Bracken in der Ahnenreihe.

Ein Fell in Zentimetern

Der Standard setzt Zahlen aufs Fell: 3–5 cm am Rücken und seitlich am Rumpf, fest anliegend, glatt oder leicht wellig, über guter Unterwolle. Längeres Haar ist an Halsunterseite, Brust und Bauch willkommen, dazu Federn an den Vorderläufen und Hosen an den Hinterläufen — nur ein Schopf am Oberkopf ist unerwünscht, und zu starke Befransung ebenso. Ein Arbeitsfell mit Grenzen.

Vor und nach dem Schuss

Die Verwendungsklausel verlangt einen Jagdgebrauchshund, der in Feld, Wasser und Wald arbeitet, vor und nach dem Schuss: erst Wild finden und vorstehen, dann verlorenes Wild verfolgen und apportieren. Diese Vielseitigkeit ist der ganze Auftrag der Rasse, und die FCI prüft sie mit einer Arbeitsprüfung.

Tiefgestellt mit flüssigen Linien

Das allgemeine Erscheinungsbild laut Standard: kräftig, muskulös, tiefgestellt, flüssige Linien — an der Schulter etwas höher als an der Kruppe, nie überbaut oder schwerfällig. Die Rute wird gestreckt getragen, das letzte Drittel leicht aufwärts, und die Ohren sitzen nicht zu tief, leicht nach vorn zu den Backen gedreht.

Gesundheit

Der Deutsch-Langhaar ist im Allgemeinen eine robuste Arbeitsrasse, ohne rasseweite Gesundheitsstudie, auf die man verweisen könnte – Untersuchungen und gute Zucht zählen also mehr als eine Checkliste. Der deutsche Zuchtverband röntgt Zuchttiere auf Hüftdysplasie, frag also jede Züchterin oder jeden Züchter nach HD-Befunden und Leistungsnachweisen. Als großer, tiefbrüstiger Jagdhund lohnt es sich, die Anzeichen einer Magendrehung zu kennen und einen plötzlich aufgeblähten Bauch als Notfall zu behandeln. Und die Hängeohren brauchen eine Routine: Ein wasserliebender Jagdhund mit hängenden, befransten Ohren ist der klassische Kandidat für Ohrenprobleme, also schau wöchentlich hinein.

Ernährung

BewegungDas ist eine Jagdrasse mit Arbeitsprüfung, und ein Spaziergang ist Aufwärmen, kein Tagwerk. Plane ein paar Stunden mit echten Aufgaben ein: Dummy-Apportieren, Fährtenarbeit, Schwimmen — der Standard nennt Wasserarbeit gleichrangig mit Feld und Wald — oder richtiges Jagdgebrauchshundetraining. Unterbeschäftigt erfindet er Projekte, die dir nicht gefallen werden.
FellpflegeEin gründliches Bürsten ein- bis zweimal pro Woche hält das 3–5 cm lange Fell samt Befransung frei von Knoten, häufiger während des Fellwechsels der Unterwolle. Kontrolliere Federn und Zehenzwischenräume nach Ausflügen auf Kletten und Grannen, und schau wöchentlich in die Hängeohren — ein wasserliebender Jagdhund mit Hängeohren ist der klassische Kandidat für Ohrenprobleme.
Training'Leicht zu führen' steht wörtlich im Standard, und die Rasse hält dieses Versprechen, wenn die Arbeit fair und regelmäßig ist. Fang jung an, halte die Einheiten zielgerichtet und gib der Nase legitime Aufgaben; der Rückruf braucht geduldige Übung in der Nähe von Wild, denn genau das Finden ist es, worauf die Rasse seit 1879 selektiert wird.
GesundheitEine Arbeitsrasse, die allgemein als gesundheitlich unauffällig gilt, ohne rasseweite Gesundheitsstudie. Der deutsche Zuchtverband röntgt Zuchttiere auf Hüftdysplasie, also frag jede Züchterin oder jeden Züchter nach HD-Befunden und Leistungsnachweisen; halte die Ohrenkontrollen bei, und behandle die in der Rasseliteratur genannten 12–14 Jahre als Erfahrungswert des Typs, nicht als Studiendaten.

Das ist eine Rasse mit zwei Stunden echter Arbeit am Tag, und der Napf muss dem Tag folgen: Ein Langhaar in der Jagdsaison und einer, der zwischen den Einsätzen ruht, brauchen nicht dieselbe Menge – füttere also nach Auslastung und Jahreszeit statt nach fester Portion. Halte ihn schlank und muskulös, wie ein Arbeitshund sein soll, wieg die Mahlzeiten ab und rechne Apportier- und Trainingsleckerlis in die Tagesration ein. Wegen des tiefen Brustkorbs teile das Futter in kleinere Mahlzeiten und halte es rund ums Fressen ruhig, statt einen großen Napf vor der harten Bewegung zu geben.

Wie viel Futter braucht ein German Longhaired Pointer? →

Welpen-Ratgeber

Ein Langhaar-Welpe hat den Antrieb eines Jagdhundes von Anfang an, und die Aufgabe des ersten Jahres ist, ihn zu formen statt zu erschöpfen. Halte die Bewegung schonend, solange die Gelenke wachsen – freies Spiel und kurze Ausflüge sind besser als erzwungene Kilometer – und leite die Energie in den Kopf: kurze, faire Trainingsspiele, breite Sozialisierung und erste, sanfte Lektionen für die Nase. Beginne jetzt mit dem Rückruf und stell dich darauf ein, ihn über Jahre zu festigen, denn Wild zu finden ist das, wofür die Rasse gebaut ist. Gewöhne ihn früh daran, dass Ohren und Federn angefasst werden, damit Fellpflege und Kontrollen nie ein Kampf sind.

Zur kompletten Welpen-Checkliste →

Training

„Leicht zu führen“ steht im Standard, und die Rasse verdient es sich, wenn die Arbeit fair und regelmäßig ist. Fang jung an, halte die Einheiten zielgerichtet und gib der Nase legitime Aufgaben – Fährtenarbeit, Apportieren, Wasserarbeit –, damit der Trieb ein Ziel hat. Das Einzige, was Geduld verlangt, ist der Rückruf in der Nähe von Wild: Vögel zu finden ist der ganze Sinn der Rasse, also festige den Rückruf in Ruhe und nutze eine Schleppleine, bis er hält, wenn es darauf ankommt.

Mehr zum Rückruftraining mit Belohnung →

Lebenserwartung

Deutsch-Langhaar werden 12–14 Jahre — Rasseliteratur, keine Studiendaten alt. Die in der Rasseliteratur genannte Lebenserwartung des Deutsch-Langhaar ist ein Erfahrungswert des Typs und keine Studiendaten, und einen arbeitenden Jagdhund hältst du am oberen Ende seiner Spanne auf seine Art: schlankes Gewicht, bei den Eltern geröntgte Hüften, saubere und trockene Ohren, und die Stunden echter Beschäftigung, die die Rasse zu erwarten gebaut ist.

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Häufige Fragen

Ist das einfach ein langhaariger Deutsch Kurzhaar?

Nein — Deutschland führt eigenständige Vorstehhundrassen mit eigenen FCI-Standards, und der Langhaar ist der ältere: reingezüchtet seit 1879, mit dem ersten Standard, den Freiherr von Schorlemer 1897 aufstellte. Die FCI führt sie sogar getrennt: Der Kurzhaar steht bei den kontinentalen Vorstehhunden vom Typ Braque, während der Langhaar als Typ Spaniel klassifiziert ist, mit schwererem, befranstem Fell und einem Standard, der mit Ruhe beginnt.

Was hat er mit dem Großen Münsterländer zu tun?

Enge Verwandtschaft, laut Rasseliteratur: Der Große Münsterländer stammt von den schwarz-weißen langhaarigen Hunden ab, die außen vor blieben, als der Verband Deutsch-Langhaar Braun als Rassefarbe festlegte — die Münsterländer gingen Anfang des 20. Jahrhunderts ihren eigenen Weg. Der Standard des Deutsch-Langhaar selbst erzählt diese Geschichte nicht; er sagt nur, dass jede zugelassene Farbe auf Braun basiert — ein schwarz-weißer 'langhaariger Vorstehhund' ist also eine andere Rasse.

Sind sie gute Familienhunde?

Das schriftliche Wesen — ausgeglichen, ruhig, gutartig, leicht zu führen — ist so familienfreundlich, wie Jagdhundstandards nur werden, und die Rasseliteratur beschreibt einen Hund, der eng mit seinen Menschen lebt. Die ehrliche Bedingung ist Arbeit: Das ist eine Jagdrasse mit Arbeitsprüfung, die Stunden an echter Beschäftigung, Auslauf und eine Aufgabe für die Nase braucht. Unter diesen Bedingungen kommt er gut zur Ruhe; wird er ignoriert, nicht.

Haart der German Longhaired Pointer viel?

Mäßig. Der German Longhaired Pointer verliert eine überschaubare Menge Fell, gleichmäßig übers Jahr verteilt, mit kräftigeren Phasen beim Fellwechsel. Einmal pro Woche bürsten hält den Großteil der losen Haare von deinen Böden und Klamotten fern.

Ist der German Longhaired Pointer hypoallergen?

Eher nicht. Kein Hund ist wirklich hypoallergen, und das haarende Fell des German Longhaired Pointer gibt jede Menge der Hautschuppen ab, die Allergien auslösen. Wenn bei dir zu Hause jemand allergisch ist, ist das keine der einfachsten Rassen fürs Zusammenleben – verbring vorher Zeit mit einem.

Ist der German Longhaired Pointer leicht zu erziehen?

Ja. Der German Longhaired Pointer zählt zu den lernfreudigsten Rassen: Er lernt schnell und arbeitet gern mit dir, was das Training mit Belohnung ganz einfach macht. Fang früh an, bleib positiv, und er begreift Neues im Nu.

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