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Picardy Spaniel

Picardy Spaniel

Picardys ursprünglicher Vorstehhund, braun-grau getüpfelt — älter als sein blauer Cousin, und genauso vernarrt in Kinder.

Auf einen Blick: Der Picardy Spaniel ist ein mittelgroßer kontinentaler Vorstehhund aus den Sümpfen und Wäldern der Picardie in Nordfrankreich, kräftig im Knochenbau und mit einer Kopfhaltung, die der Standard fröhlich und auffallend nennt. Rüden messen 57–62 cm, Hündinnen 55–60 cm, und wiegen nach Rasseliteratur rund 20–25 kg, denn der Standard nennt kein Gewicht. Die FCI führt ihn in Gruppe 7 bei den kontinentalen Vorstehhunden vom Typ „Spaniel“, direkt neben seinem nahen Verwandten, dem Blue Picardy Spaniel — der Standard klärt die Familienfrage in einem einzigen Satz: Der Hauptunterschied zwischen den beiden Picardie-Rassen liegt in der Fellfarbe. Wo der Blue graublau wirkt, trägt dieser hier eine graue Tüpfelung mit dunkelbraunen und lohfarbenen Platten, eine Kombination, die die Rassetradition „Herbstlaub“ nennt. Er ist, so der Standard selbst, eine alte Rasse, die sich nie über die Picardie hinaus ausbreitete, gehalten von Jägern wegen einer Arbeitsfähigkeit, die der Text legendär nennt, und einer Nase, die ihrer Beute keine Chance lässt. Die FCI erkannte die Rasse 1954 endgültig an. Zu Hause wird derselbe Standard fast sentimental: ein echter Kinderfreund, der bei Kinderspielen mitmacht, ohne sie je zu überrennen.

Eckdaten

GrößeMittelgroß · 57–62 cm (Rüden), 55–60 cm (Hündinnen)
Gewicht20–25 kg — Rasseliteratur, der Standard nennt kein Gewicht
Lebenserwartung12–14 Jahre — Rasseliteratur, keine Studiendaten
EnergieHoch — der Standard schreibt einen täglichen Spaziergang vor, um die Energie abzubauen
HaarenMäßig — ein wöchentliches Bürsten hält es im Zaum
FellDicht, leicht gewellt, befranst · graue Tüpfelung mit braunen und lohfarbenen Platten („Herbstlaub“)
GruppeJagdhunde · Kontinentale Vorstehhunde, Typ „Spaniel“ (FCI №108, Gruppe 7)
HerkunftPicardie, Frankreich
FCI-Gruppe7 — Vorstehhunde · FCI 108

Rassemerkmale

Freundlichkeit

Anhänglich in der Familie
Gut mit Kindern
Gut mit anderen Hunden
Offenheit gegenüber Fremden

Pflege

Haarverlust
Pflegeaufwand
Allgemeine Gesundheit
Sabbern

Kopf

Trainierbarkeit
Energielevel
Bellen
Problemlösung

Der Picardy Spaniel in Zahlen

Die meistgesuchten Fakten zum Picardy Spaniel — Preis, Lebenserwartung, Gewicht, Haaren und Farben, an einem Ort.

Preis

Seltener — rechne mit Warteliste und etwas Anfahrt zu einem seriösen Züchter, was den Preis nach oben treibt. Rechne mit gleichmäßigen laufenden Kosten — mittlerem Futter, üblicher Tierarztvorsorge und Versicherung.

Wir nennen keine feste Zahl: Der echte Preis hängt von Züchter, Region, Blutlinie und Gesundheitstests ab — und aus dem Tierschutz kostet er einen Bruchteil eines Züchterwurfs. Adoptieren ist fast immer der günstigste Weg.

Lebenserwartung
12–14 Jahre — Rasseliteratur, keine Studiendaten
Gewicht
20–25 kg — Rasseliteratur, der Standard nennt kein Gewicht
Größe
Mittelgroß · 57–62 cm (Rüden), 55–60 cm (Hündinnen)
Haaren
Mäßig — ein wöchentliches Bürsten hält es im Zaum
Farben
Dicht, leicht gewellt, befranst · graue Tüpfelung mit braunen und lohfarbenen Platten („Herbstlaub“)

Wesen

Die Wesensklausel des Standards ist kurz und klar: ein anpassungsfähiger und sanfter Hund mit ausgeglichenem Wesen, gut angepasst ans Familienleben. Der Geschichtsabschnitt ergänzt genau den Punkt, der Halter:innen wirklich interessiert — ein echter Kinderfreund, der gern bei ihren Spielen mitmacht, ohne sie je zu überrennen, eine Formulierung, die selten so offen in einem FCI-Text steht. Die andere Hälfte derselben Seite nennt ihn einen sportlichen Hund, der einen täglichen Spaziergang genießt, um seine Energie abzubauen — und diese Hälfte ist nicht optional: Das ist ein Jagdgebrauchshund mit Arbeitsprüfung und einem Geruchssinn, den der Standard legendär nennt. Der Ausdruck soll offen und freundlich wirken, mit dunklen, bernsteinfarbenen, gut geöffneten Augen; ein zu helles oder zu kleines Auge gilt als schwerer Fehler — ein Zeichen, dass der Standard einen ehrlichen, sanften Blick als Teil des Rassecharakters behandelt, nicht nur als Optik.

Gut zu wissen: FCI-Standard Nr. 108 — Gruppe 7, Sektion 1.2 Kontinentale Vorstehhunde, Typ „Spaniel“, mit Arbeitsprüfung, Ursprungsland Frankreich. Die FCI erkannte die Rasse am 8. Dezember 1954 endgültig an; der gültige Standard wurde am 8. Juni 2023 veröffentlicht, Amtssprache ist Französisch, mit einer englischen Fassung vom 24. August 2023.

Gewohnheiten & Marotten

Eine braune Nase, nie eine schwarze

Der Nasenschwamm muss braun, mittelgroß und schön gerundet sein, wobei die Farbe der Nasenlöcher, Lidränder und anderer natürlicher Öffnungen zum Fell passt; jede andere Farbe als Braun oder ein weitgehend fleischfarbener Nasenschwamm gilt als schwerer Fehler. Es ist eine der deutlichsten Arten, die Rasse auf den ersten Blick vom Blue Picardy Spaniel zu unterscheiden, dessen Standard Schwarz verlangt.

Ein Fell wie „Herbstlaub“

Der Farbabschnitt beschreibt eine graue Tüpfelung mit dunkelbraunen Platten, meist mit lohfarbenen Abzeichen an Kopf und Läufen — ein Aussehen, das die Rassetradition „Herbstlaub“ nennt. Weiße oder schwarze Platten disqualifizieren; Grau und Braun, ineinander übergehend, sind die einzige Geschichte, die das Fell erzählen darf.

Zähne werden gezählt, nicht nur kontrolliert

Der Standard disqualifiziert einen Hund, dem ein Fangzahn, zwei Schneidezähne oder mehr als zwei andere Zähne — Prämolaren oder Molaren — fehlen, wobei der erste Prämolar und der letzte Molar ausgenommen sind. Nur wenige Rassestandards rechnen das Gebiss so genau vor.

Ein leichtes Kippen im Galopp

Die Bewegung soll leicht, geschmeidig, gleichmäßig und kraftvoll sein, dabei elegant, wobei die Läufe innerhalb der Körperlinie bleiben, damit die Oberlinie nicht wippt. Die eine Ausnahme steht bewusst im Text: Im Galopp will der Standard eine leichte Kippbewegung in der Oberlinie, nicht den kerzengeraden Rücken, den manche Richter:innen anderswo erwarten.

Pflege

BewegungDer Standard nennt einen täglichen Spaziergang notwendig, um die Energie eines sportlichen Hundes abzubauen, und hinter dieser milden Formulierung steckt ein Jagdgebrauchshund, der von morgens an Sumpf, Wald und Hecken durcharbeitet. Eine Stunde echtes Gehen, mit eingebauter Nasenarbeit oder Apportieren, passt besser zu ihm als eine Runde um den Block.
FellpflegeEin wöchentliches Bürsten durchs gewellte Deckhaar und die Fransen an Läufen, Brust und Rute beugt Verfilzungen vor, und das Fell trägt oft eine Unterwolle, die während des Fellwechsels zusätzliche Aufmerksamkeit braucht. Die Ohren, umrahmt von seidigem Haar, das nach vorn gezogen bis zur Nase reicht, wollen regelmäßig kontrolliert und nach jedem nassen Einsatz getrocknet werden.
TrainingRasseliteratur und Standard sind sich hier einig: fügsam, gehorsam und leicht zu erziehen, auch für Menschen ohne Hundeerfahrung. Halte die Einheiten belohnungsbasiert statt streng — der Standard schätzt einen offenen, freundlichen Ausdruck und ein sanftes Wesen, und harte Korrekturen schaden beidem.
GesundheitDie Rasseliteratur nennt keine allgemein anerkannten rassetypischen Erbkrankheiten, auch wenn die Hängeohren das übliche Entzündungsrisiko tragen, das die meisten Vorstehhunde vom Spaniel-Typ teilen. Dahinter steht keine rasseweite Gesundheitsstudie, und der Bestand außerhalb Frankreichs ist klein genug — frag Züchter:innen ruhig nach der Tiefe der Ahnentafel.

Wie viel Futter braucht ein Picardy Spaniel? →

Lebenserwartung

Diese Rasse wird in der Regel 12–14 Jahre — Rasseliteratur, keine Studiendaten alt.

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Rassen mit ähnlichem Körperbau und ähnlicher Herkunft — einen Blick wert, wenn diese hier nicht ganz zu dir passt.

Rassen mit diesem Aussehen

Häufige Fragen

Ist der Picardy Spaniel dasselbe wie der Blue Picardy Spaniel?

Verwandt, aber eigenständig. Die FCI-Geschichte beider Rassen beantwortet das gleich, in einem Satz: Der Hauptunterschied zwischen den beiden Picardie-Rassen liegt in der Fellfarbe. Dieser hier trägt eine graue Tüpfelung mit braunen und lohfarbenen Platten (FCI Nr. 108); der Blue trägt eine dichtere grauschwarze Tüpfelung, die aus der Distanz blau wirkt (FCI Nr. 106) und jede braune Platte disqualifiziert. Der Picardy Spaniel ist außerdem die ältere der beiden Rassen — der Blue spaltete sich ab, nachdem Blut vom English Setter in einige lokale Linien eingekreuzt wurde, und laut Rasseliteratur fusionierten die beiden Rasseclubs erst 1937.

Ist er ein Spaniel oder ein Vorstehhund?

Im englischen Sinn keins von beidem, funktional beides. Die FCI klassifiziert ihn als kontinentalen Vorstehhund vom Typ „Spaniel“: Er steht vor und hält das Wild, statt es wie ein English Springer aufzustöbern und zu apportieren, und schon die Rassebeschreibung selbst nennt ihn einen kontinentalen Hund vom Spaniel-Typ, auf Französisch „Braque“. Die Arbeitsprüfung in seiner FCI-Einstufung spiegelt genau diese Vorstehrolle wider.

Sind Picardy Spaniels gute Familienhunde?

Der Standard plädiert fast liebevoll dafür: ein anpassungsfähiger und sanfter Hund mit ausgeglichenem Wesen, gut angepasst ans Familienleben, und ein echter Kinderfreund, der bei Kinderspielen mitmacht, ohne sie je zu überrennen. Der Preis ist der, den jeder Jagdgebrauchshund verlangt — der tägliche Spaziergang ist nicht optional, und eine Nase, die der Standard legendär nennt, will eine Aufgabe, keinen bloßen Spaziergang um den Block.

Haart der Picardy Spaniel viel?

Mäßig. Der Picardy Spaniel verliert eine überschaubare Menge Fell, gleichmäßig übers Jahr verteilt, mit kräftigeren Phasen beim Fellwechsel. Einmal pro Woche bürsten hält den Großteil der losen Haare von deinen Böden und Klamotten fern.

Ist der Picardy Spaniel hypoallergen?

Eher nicht. Kein Hund ist wirklich hypoallergen, und das haarende Fell des Picardy Spaniel gibt jede Menge der Hautschuppen ab, die Allergien auslösen. Wenn bei dir zu Hause jemand allergisch ist, ist das keine der einfachsten Rassen fürs Zusammenleben – verbring vorher Zeit mit einem.

Ist der Picardy Spaniel leicht zu erziehen?

Ja. Der Picardy Spaniel zählt zu den lernfreudigsten Rassen: Er lernt schnell und arbeitet gern mit dir, was das Training mit Belohnung ganz einfach macht. Fang früh an, bleib positiv, und er begreift Neues im Nu.

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