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Pudelpointer

Pudelpointer

Halb Pudel, halb Pointer – gezüchtet, damit ein Jäger für Feld, Wald und Wasser nicht den Hund wechseln muss.

Auf einen Blick: Der Pudelpointer ist Deutschlands Antwort auf ein einfaches Problem: ein Jäger, ein Hund, jedes Gelände. 1881 kreuzte der Jäger und Schriftsteller Freiherr von Zedlitz – besser bekannt unter seinem Pseudonym Hegewald – Tell, einen English Pointer aus dem Besitz des späteren Kaisers Friedrich III., mit Molly, seinem eigenen deutschen Jagdpudel. Er wollte die Nase, den Suchraum und das straffe Vorstehen des Pointers mit dem Wassertrieb, der Intelligenz und dem wetterfesten Fell des Pudels in einem einzigen Hund vereinen – einem, der Feld, Wald und Wasser am selben Tag bewältigt. Der FCI-Standard beschreibt das Idealbild als „einen Pointer vom schweren Typ" unter einem harten, dicht anliegenden, rauen Fell von 4 bis 6 cm Länge am Widerrist, mit einer Widerristhöhe von 60 bis 68 cm bei Rüden und 55 bis 63 cm bei Hündinnen; ein Gewicht nennt der Standard nicht, nach Rasseliteratur liegen die meisten erwachsenen Tiere aber bei 20 bis 30 kg. Er steht in Gruppe 7 als kontinentaler Vorstehhund vom Typ Braque, mit einer im Standard selbst verankerten Arbeitsprüfung – ein Arbeitsgerät mit Stammbaum, kein Ausstellungshund, der nebenbei jagt.

Eckdaten

GrößeGroß · 60–68 cm (Rüden), 55–63 cm (Hündinnen)
Gewicht20–30 kg — Rasseliteratur, der Standard nennt kein Gewicht
Lebenserwartung12–14 Jahre — Rasseliteratur, keine Studiendaten
EnergieSehr hoch — ein vielseitiger Jagdgebrauchshund für Feld, Wald und Wasser
HaarenGering bis mäßig — dichtes, strapazierfähiges Fell, kein starker Haarer
FellHart, rau, dicht anliegend, mittellang (4–6 cm am Widerrist), mit dichter Unterwolle, Bart und drahtigem Schopf
GruppeJagdhunde · Kontinentale Vorstehhunde, Typ Braque (FCI №216, Gruppe 7)
HerkunftDeutschland
FCI-Gruppe7 — Vorstehhunde · FCI 216

Rassemerkmale

Freundlichkeit

Anhänglich in der Familie
Gut mit Kindern
Gut mit anderen Hunden
Offenheit gegenüber Fremden

Pflege

Haarverlust
Pflegeaufwand
Allgemeine Gesundheit
Sabbern

Kopf

Trainierbarkeit
Energielevel
Bellen
Problemlösung

Der Pudelpointer in Zahlen

Die meistgesuchten Fakten zum Pudelpointer — Preis, Lebenserwartung, Gewicht, Haaren und Farben, an einem Ort.

Preis

Seltener — rechne mit Warteliste und etwas Anfahrt zu einem seriösen Züchter, was den Preis nach oben treibt. Die laufenden Kosten sind hoch — mehr Futter, größere Dosen beim Tierarzt und teurere Versicherung.

Wir nennen keine feste Zahl: Der echte Preis hängt von Züchter, Region, Blutlinie und Gesundheitstests ab — und aus dem Tierschutz kostet er einen Bruchteil eines Züchterwurfs. Adoptieren ist fast immer der günstigste Weg.

Lebenserwartung
12–14 Jahre — Rasseliteratur, keine Studiendaten
Gewicht
20–30 kg — Rasseliteratur, der Standard nennt kein Gewicht
Größe
Groß · 60–68 cm (Rüden), 55–63 cm (Hündinnen)
Haaren
Gering bis mäßig — dichtes, strapazierfähiges Fell, kein starker Haarer
Farben
Hart, rau, dicht anliegend, mittellang (4–6 cm am Widerrist), mit dichter Unterwolle, Bart und drahtigem Schopf

Wesen

Der Wesensabschnitt des Standards fasst sich in vier kurzen Aussagen: „Weder scheu noch aggressiv. Ruhiges, ausgeglichenes Wesen mit ausgeprägtem Jagdtrieb, ohne Wild- oder Schussscheu." In der Praxis heißt das: ein Hund, der hart arbeitet, ohne dabei die Nerven zu verlieren. Die disqualifizierenden Fehler führen das weiter aus: „aggressive oder übermäßig scheue Hunde", „jede Art von schwachem Wesen" und „Angstbeißer" stehen auf derselben Liste wie ein fehlerhaftes Gebiss oder die falsche Farbe. Zu Hause zeigt sich der Pudelpointer eher aufmerksam und führig als anhänglich, und der Jagdtrieb schaltet sich im Garten nicht ab: Ein Vogel, Kaninchen oder Eichhörnchen in Bewegung löst dasselbe straffe, plötzliche Vorstehen aus, das der Standard auch im Feld verlangt.

Gut zu wissen: FCI-Standard Nr. 216 — Gruppe 7, Sektion 1.1 Kontinentale Vorstehhunde, Typ Braque, mit Arbeitsprüfung, Ursprungsland Deutschland. Die FCI hat die Rasse am 13. November 1959 endgültig anerkannt. Der gültige Standard wurde am 9. November 2004 veröffentlicht (die englische Übersetzung datiert vom 6. Dezember 2004), Amtssprache ist Deutsch.

Gewohnheiten & Marotten

Der Pudel ist noch sichtbar

Der Standard verlangt am Kopf einen Bart und einen spanartigen Schopf, dazu ein dichtes, anliegendes Fell am Bauch – die Pudel-Hälfte der Kreuzung, bewusst erhalten. Der eigene Ursprungsabschnitt des Standards hält fest, die Rasse sei „völlig isoliert von anderen Vorstehhunderassen" entstanden: Der Pudel wurde nur zur Gründung der Blutlinie verwendet, nicht Generation für Generation eingekreuzt.

Länger als hoch, nach festem Maß

Der Standard legt das Verhältnis von Rumpflänge zu Widerristhöhe auf 10 zu 9 fest und verlangt, dass der Schädel – vom Hinterhauptbein bis zum Stop – nahezu genau der Fanglänge – vom Stop bis zur Nase – entspricht. Keine der beiden Zahlen ist Dekoration: Richter messen beide nach, und ein Pudelpointer, der von diesen Proportionen abweicht, wird dafür abgewertet.

Gebaut, um nicht zu sabbern

„Lefzen: eng anliegend, nicht überhängend, niemals sabbernd" – so steht es wörtlich im Standard. Bei einem Hund, der so viel Zeit mit der Nase im kalten Wasser verbringt, zahlt sich ein trockenes Maul nicht nur auf dem Sofa aus.

Drei Farben, mehr nicht

Braun, totlaubfarben oder Schwarz, einfarbig, kleine weiße Abzeichen toleriert – das ist die vollständige Liste. „Jede andere als die im Standard angegebene Farbe oder Zeichnung" steht bei den disqualifizierenden Fehlern, in derselben Kategorie wie ein aggressives Wesen oder ein zu kurz geratenes Fell.

Pflege

BewegungDas ist ein vielseitiger Jagdgebrauchshund für Feld, Wald und Wasser an einem einzigen Tag, und der Bewegungsbedarf passt dazu: Plane 1,5 bis 2 Stunden echte Arbeit pro Tag ein, keinen Spaziergang an der Leine um den Block. Apportierübungen, Wasserarbeit und Nasenarbeit zählen alle dazu; ein Pudelpointer ohne Aufgabe sucht sich selbst eine.
FellpflegeDas harte, raue Fell mit Unterwolle haart relativ wenig, verfilzt aber, wenn es niemand anfasst. Einmal wöchentlich bürsten, dazu gelegentlich von Hand trimmen – so erfüllt es weiterhin die Aufgabe, die der Standard beschreibt: Schutz vor Witterung und Verletzung. Nach jeder Wasserarbeit den Bart kontrollieren und trockenreiben.
TrainingGezüchtet, um im Feld selbst zu entscheiden, denkt ein Pudelpointer eigenständiger als ein Retriever – die Ausbildung gelingt daher eher als Partnerschaft denn als reines Gehorsamstraining. Der Zuchtverein hat diese Prüfung der Eigenständigkeit fest in die Rasse eingebaut und lässt Junghunde stufenweise Leistungsprüfungen durchlaufen, statt das Wesen allein nach dem äußeren Erscheinungsbild zu beurteilen (mehr dazu in den FAQs unten).
GesundheitDer Ursprungsabschnitt des Standards nennt die Gesundheitsschwerpunkte des Herkunftslandes direkt beim Namen: „besonderes Augenmerk auf die Vorbeugung von Hüftgelenksdysplasie (HD) und Epilepsie in der Rasse" – zwei Themen, die die meisten Standards stillschweigend den Zuchtvereinen überlassen. Frag jede Züchterin oder jeden Züchter vor dem Kauf nach den HD-Ergebnissen und erwarte eine Antwort parat.

Wie viel Futter braucht ein Pudelpointer? →

Lebenserwartung

Diese Rasse wird in der Regel 12–14 Jahre — Rasseliteratur, keine Studiendaten alt.

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Häufige Fragen

Steckt im Pudelpointer wirklich ein Pudel?

Ja, und das ist keine Marketinggeschichte, sondern die Gründungskreuzung der Rasse. 1881 verpaarte Freiherr von Zedlitz Tell, einen English Pointer aus dem Besitz des späteren Kaisers Friedrich III., mit Molly, seinem eigenen deutschen Jagdpudel. Der FCI-Standard hält fest, der Pudel sei „nur zur Gründung der Zuchtbasis" verwendet worden, seine Eigenschaften seien aber „bis heute erhalten geblieben" – moderne Pudelpointer tragen also Pudel-Gene aus mehr als hundert Jahren gezielter Selektion, nicht aus einer einmaligen, jüngeren Kreuzung. Den Pudel selbst führen wir unter FCI №172.

Was unterscheidet ihn vom Pointer, dessen Namen er trägt?

Der Pointer (FCI №1) ist ein reiner Spezialist fürs Aufspüren: galoppieren, erstarren, vorstehen – den Rest übernimmt der Führer. Für Wasserarbeit ist er weder gebaut noch ausgebildet, und apportieren tut er selten. Der Pudelpointer behielt die Nase und den Suchraum des Pointers, ergänzte sie aber um ein raues, wetterfestes Fell und den Wassertrieb des Pudels – er steht vor, verfolgt Fährten, apportiert an Land und schwimmt nach abgeschossenem Federwild, alles am selben Tag. Er ist außerdem kräftiger gebaut und für kaltes Wasser befellt, wo ein Pointer mit seinem dünnen Fell nur frierend am Ufer stünde.

Warum verlangen Pudelpointer-Züchter eine Arbeitsprüfung, bevor ein Hund Welpen haben darf?

Weil der deutsche Zuchtverein das als Regel behandelt, nicht als Empfehlung. Laut der Website des Vereins Pudelpointer (pudelpointer.de) wird die Zuchtzulassung nur erteilt, wenn ein Hund nachweislich frei von Hüftgelenksdysplasie ist und eine stufenweise Leistungsprüfung bestanden hat: die VJP (Verbandsjugendprüfung) plus entweder die herbstliche HZP (Herbstzuchtprüfung) oder die anspruchsvollere VGP (Verbandsgebrauchsprüfung), abgenommen vom deutschen Jagdgebrauchshundeverband JGHV. Erfolge auf der Ausstellung ersetzen das nicht – nur Arbeitsergebnisse und saubere Hüften zählen.

Haart der Pudelpointer viel?

Ja: Der Pudelpointer haart stark und verliert das ganze Jahr über Haare, mit kräftigem Fellwechsel je nach Jahreszeit. Bürste ihn mehrmals pro Woche und stell dich auf regelmäßiges Staubsaugen ein; wenn loses Fell für dich gar nicht geht, ist das nicht das richtige Fell für dich.

Ist der Pudelpointer hypoallergen?

Eher nicht. Kein Hund ist wirklich hypoallergen, und das haarende Fell des Pudelpointer gibt jede Menge der Hautschuppen ab, die Allergien auslösen. Wenn bei dir zu Hause jemand allergisch ist, ist das keine der einfachsten Rassen fürs Zusammenleben – verbring vorher Zeit mit einem.

Ist der Pudelpointer gut mit Kindern?

Im Großen und Ganzen ja. Der Pudelpointer ist eine freundliche, menschenbezogene Rasse, die mit Kindern meist gut klarkommt, wenn sie gut erzogen und sozialisiert ist. Wie bei jedem Hund gilt: Bring Kindern bei, behutsam zu sein, und lass ihn mit Kleinkindern nicht unbeaufsichtigt.

Ist der Pudelpointer leicht zu erziehen?

Ja. Der Pudelpointer zählt zu den lernfreudigsten Rassen: Er lernt schnell und arbeitet gern mit dir, was das Training mit Belohnung ganz einfach macht. Fang früh an, bleib positiv, und er begreift Neues im Nu.

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