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Ragdoll vs Maine Coon

Die zwei sanften Riesen der Katzenwelt. Die eine wird in deinen Armen ganz weich, die andere folgt dir zirpend durch die Wohnung. So findest du heraus, welche zu dir passt.

RagdollRagdoll
vs
Maine CoonMaine Coon
Kurz gesagt

Beide sind große, sanfte, menschenbezogene Katzen, die gut in Familien passen. Die Ragdoll ist die ruhigere von beiden: eine Schoßkatze auf Bodenhöhe, gelassen bis zur völligen Schlaffheit und am besten als Wohnungskatze aufgehoben. Die Maine Coon ist die geschäftigere Entdeckerin, eine Kletterin und Plaudertasche, die lieber im selben Zimmer sitzt als auf deinem Schoß. Entscheide nach Energie, nicht nach Aussehen: Der Pflegeaufwand ist ähnlich, aber sie füllen ein Zuhause sehr unterschiedlich aus.

Direkter Vergleich

RagdollMaine Coon
GrößeGroß · langer Körper, breiter BrustkorbGroß · Körper 25–41 cm hoch
Gewicht4–9 kg · Kater oft 6–9 kg4–8 kg · Kater oft schwerer
Lebenserwartung12–17 Jahre12–15 Jahre
EnergieGering bis mäßig — gelassen, nicht regeMäßig — verspielt, nicht hektisch
HaarenMäßig, saisonalMäßig bis stark, saisonal
FellHalblang, seidig, wenig UnterwolleLang, zottelig, wasserabweisend
Gut mit Kindern5/55/5
Trainierbarkeit3/54/5
Offenheit gegenüber Fremden4/53/5

Größe und Aussehen

Beide sind für Katzen riesig, und die Maine Coon hat meist die Nase vorn: langer, rechteckiger Körper, hohe Luchsohren und ein zotteliges, wasserabweisendes Fell. Die Ragdoll ist breiter in der Brust und eher seidig als zottelig, immer blauäugig und immer mit Points, also mit dunklerem Gesicht, dunklen Ohren und dunklem Schwanz. Sind die Augen blau und fällt das Fell wie frisch gekämmt, hast du eine Ragdoll vor dir.

Charakter

Die Ragdoll heißt so, weil sie beim Hochnehmen genau das tut: Sie lässt sich hängen wie eine Stoffpuppe. Sie ist eine Bodenkatze, die tiefe Plätze mag, sich auf oder neben dir einrichtet und ein Maß an Anfassen erträgt, das die meisten Katzen unters Bett treiben würde. Die Maine Coon ist eher Gefährtin und Entdeckerin in einem: Sie zirpt und trillert, folgt dir von Zimmer zu Zimmer, apportiert und patrouilliert über die Schrankkanten. Mit Kindern sind beide sanft.

Fellpflege und Haaren

Weniger Arbeit, als all das Fell vermuten lässt, bei beiden. Das seidige, halblange Fell der Ragdoll hat kaum Unterwolle; zweimal Kämmen pro Woche hält Verfilzungen zuverlässig fern. Das Fell der Maine Coon ist dichter und verfilzt schneller: Plane zwei bis drei Runden pro Woche ein, im Frühjahrsfellwechsel mehr. Haaren tut die Maine Coon deutlich stärker.

Gesundheit

Beide Rassen tragen ein Risiko für hypertrophe Kardiomyopathie (HCM), die häufigste Herzerkrankung bei Katzen, und für beide gibt es einen DNA-Test auf eine bekannte Mutation; lass dir das Ergebnis von der Zucht zeigen. Bei der Maine Coon kommt Hüftdysplasie dazu, bei Katzen selten, bei dieser Rasse aber real. Die zutrauliche, gelassene Ragdoll ist für Freigang schlecht gerüstet, plane also ein Leben in der Wohnung oder ein gesichertes Freigehege ein. Die Lebenserwartung ist ähnlich: etwa 12 bis 17 Jahre bei der Ragdoll, 12 bis 15 bei der Maine Coon.

Häufige Fragen

Wer ist größer, Ragdoll oder Maine Coon?

Meist die Maine Coon. Beide wiegen 4 bis 9 kg, Kater am oberen Ende, aber die Maine Coon ist länger gebaut und hält die Rekorde in Sachen Größe. Eine große Ragdoll und eine durchschnittliche Maine Coon können sich trotzdem überschneiden.

Welche ist anhänglicher?

Beide, nur in verschiedenen Haltungen. Die Ragdoll will getragen werden und schmilzt dir in den Armen dahin; die Maine Coon will überall dabei sein, läuft dir hinterher und kommentiert, sitzt aber lieber neben dir, als getragen zu werden.

Vertragen sie sich mit Kindern und Hunden?

Ja, beide gehören zu den besten Katzen für lebhafte Familienhaushalte. Die Geduld der Ragdoll verdient allerdings Schutz: Zeig Kindern, wie man sie richtig stützt, oder lass das Tragen die Erwachsenen übernehmen.

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