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Old Danish Pointer

Old Danish Pointer

Dänemarks eigener Vorstehhund – Rüde und Hündin sind so unterschiedlich gebaut, dass es wie zwei Rassen wirkt.

Auf einen Blick: Der Old Danish Pointer ist Dänemarks eigener Vorstehhund, ein mittelgroßer, rechteckig gebauter, kräftiger Jagdhund. Sein Standard datiert die Rasse auf etwa 1710, als ein Mann namens Morten Bak in der Nähe von Randers und Hobro über acht Generationen Hunde von Roma-Reisenden mit lokalen Bauernhunden kreuzte und so eine weiß-braune Rasse festigte, die damals als Bakhunde bekannt war. Rüden erreichen 54–60 cm Widerristhöhe, Hündinnen 50–56 cm, und der Standard hebt einen Zug als besonderen Reiz der Rasse hervor: den deutlichen Unterschied zwischen den Geschlechtern – der Rüde kraftvoll und massig, die Hündin leichter, lebhafter und eigenwilliger. Gezüchtet, um Vögel in bedächtigem, engem Kontakt zum Jäger zu jagen statt im Galopp, arbeitet er das Gelände ab, ohne unnötige Unruhe zu verursachen. Die FCI hat die Rasse am 2. April 1969 endgültig anerkannt, und ihr aktueller, 1998 veröffentlichter Standard führt sie in Gruppe 7 bei den kontinentalen Vorstehhunden vom Typ Braque.

Eckdaten

GrößeMittelgroß · 54–60 cm (Rüden), 50–56 cm (Hündinnen)
Gewicht30–35 kg (Rüden) · 26–31 kg (Hündinnen)
Lebenserwartung12–14 Jahre — Rasseliteratur, keine Studiendaten
EnergieMäßig bis hoch — täglicher Auslauf im Freien, in bedächtigem Tempo geführt
HaarenMäßig — kurzes, dichtes Fell
FellKurz, dicht, etwas hart im Griff · weiß mit braunen Abzeichen und Tupfen
GruppeJagdhunde · Kontinentale Vorstehhunde, Typ Braque (FCI №281, Gruppe 7)
HerkunftJütland, Dänemark
FCI-Gruppe7 — Vorstehhunde · FCI 281

Rassemerkmale

Freundlichkeit

Anhänglich in der Familie
Gut mit Kindern
Gut mit anderen Hunden
Offenheit gegenüber Fremden

Pflege

Haarverlust
Pflegeaufwand
Allgemeine Gesundheit
Sabbern

Kopf

Trainierbarkeit
Energielevel
Bellen
Problemlösung

Der Old Danish Pointer in Zahlen

Die meistgesuchten Fakten zum Old Danish Pointer — Preis, Lebenserwartung, Gewicht, Haaren und Farben, an einem Ort.

Preis

Seltener — rechne mit Warteliste und etwas Anfahrt zu einem seriösen Züchter, was den Preis nach oben treibt. Die laufenden Kosten sind hoch — mehr Futter, größere Dosen beim Tierarzt und teurere Versicherung.

Wir nennen keine feste Zahl: Der echte Preis hängt von Züchter, Region, Blutlinie und Gesundheitstests ab — und aus dem Tierschutz kostet er einen Bruchteil eines Züchterwurfs. Adoptieren ist fast immer der günstigste Weg.

Lebenserwartung
12–14 Jahre — Rasseliteratur, keine Studiendaten
Gewicht
30–35 kg (Rüden) · 26–31 kg (Hündinnen)
Größe
Mittelgroß · 54–60 cm (Rüden), 50–56 cm (Hündinnen)
Haaren
Mäßig — kurzes, dichtes Fell
Farben
Kurz, dicht, etwas hart im Griff · weiß mit braunen Abzeichen und Tupfen

Wesen

In den Worten des Standards selbst: Er „vermittelt den Eindruck eines ruhigen und ausgeglichenen Hundes, der Entschlossenheit und Mut zeigt“, und im Feld arbeitet er „eher langsam voranschreitend, stets in Kontakt mit dem Jäger bleibend und seine Aufgabe als Vorstehhund erfüllend, ohne das Gelände unnötig zu beunruhigen“. Das ist eine andere Aufgabe als der weiträumige Galopp vieler kontinentaler Vorstehhunde – ein naher, methodischer Jäger, der laut Standard sowohl für kleine als auch für große Jagdreviere geeignet ist. Dasselbe Dokument wertet scheues, ängstliches Verhalten als schweren Fehler und disqualifiziert alles Aggressive oder übermäßig Schüchterne – das deckt sich mit dem, was Halter:innen berichten: ein ruhiger, geduldiger Hund, den die Rasseliteratur als kinderlieb und verträglich mit anderen Tieren beschreibt, der aber eine echte Aufgabe im Freien braucht, sonst wird aus seiner Ruhe schnell Langeweile.

Gut zu wissen: FCI-Standard Nr. 281 — Gruppe 7, Sektion 1.1 Kontinentale Vorstehhunde, Typ Braque, mit Arbeitsprüfung, Ursprungsland Dänemark. Die FCI hat die Rasse am 2. April 1969 endgültig anerkannt; der gültige Standard wurde am 8. Januar 1998 veröffentlicht, Amtssprache ist Englisch.

Gewohnheiten & Marotten

So verschieden wie zwei Rassen

Der Standard nennt die Kluft zwischen den Geschlechtern eines der reizvollsten Merkmale der Rasse: der Rüde kraftvoll und massig, die Hündin leichter, lebhafter und eigenwilliger. Züchter:innen und Richter:innen behandeln diesen Unterschied als Merkmal, nicht als Makel.

Jagt, als hätte er alle Zeit der Welt

Seine Arbeitsweise im Feld wird als eher langsames Vorangehen beschrieben, in ständigem Kontakt mit dem Jäger und ohne das Gelände unnötig zu beunruhigen – ein naher, methodischer Stil statt eines weiträumigen Galopps.

Die Kehlhaut gehört dazu

Lose Haut unter der Kehle – im Standard als Kehlhaut bezeichnet – gilt dort ausdrücklich „als Kennzeichen der Rasse“, nicht als Fehler, ebenso wie tiefe Lefzen und eine Falte an den Lippenwinkeln. Nur Übertreibung zählt dagegen.

Die Rute bleibt, wie sie ist

Kupieren ist ausdrücklich nicht erlaubt. Die Rute ist an der Wurzel recht breit, verjüngt sich zur Spitze, reicht fast bis zu den Sprunggelenken und wird tief, in natürlichem Bogen getragen statt über dem Rücken.

Pflege

BewegungEchte Bewegung im Freien, jeden Tag – Jagd, lange Spaziergänge oder Nasenarbeit. Das ist ein Arbeitshund fürs Feld, keine Wohnungsrasse; Rassequellen beschreiben ihn als jemanden, der Auslauf im Freien braucht, um sich wohlzufühlen.
FellpflegeDas kurze, dichte, etwas harte Fell braucht nur einmal pro Woche eine Bürste. Kontrolliere die tiefen Lefzen und die Halshaut nach der Jagd im Dickicht auf eingeklemmte Pflanzenreste.
TrainingDer Standard belohnt ein ruhiges, ausgeglichenes Wesen und disqualifiziert alles Aggressive oder übermäßig Schüchterne – deshalb passt frühes, konsequentes Training ohne Druck am besten. Sein langsamer, naher Jagdstil macht ihn eher zum geduldigen als zum forschen Schüler.
GesundheitDer Standard nennt außer der Disqualifikation körperlicher oder verhaltensbedingter Abweichungen keine rassespezifische Gesundheitsklausel; die Rasseliteratur erwähnt gelegentliche Hüftdysplasie, nennt die Rasse ansonsten aber robust. Bei einer kleinen, größtenteils dänischen Population lohnt es sich, Züchter:innen nach HD-Screening und der Tiefe der Ahnentafel zu fragen.

Wie viel Futter braucht ein Old Danish Pointer? →

Lebenserwartung

Diese Rasse wird in der Regel 12–14 Jahre — Rasseliteratur, keine Studiendaten alt.

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Häufige Fragen

Ist der Old Danish Pointer mit dem English Pointer verwandt?

Kaum, trotz des gemeinsamen Namens. Der Old Danish Pointer (FCI №281) ist ein kontinentaler Vorstehhund vom Typ Braque aus Dänemark, um 1710 erstmals gezüchtet durch die Kreuzung von Hunden, die Roma-Reisende hielten, mit lokalen Bauernhunden; der English Pointer (FCI №1) entstand unabhängig davon in Großbritannien. Die Geschichte beider Rassen verweist irgendwo weiter zurück auf alte spanische Vorstehhunde, aber da endet die Überschneidung auch schon – unterschiedliche Länder, unterschiedliche Standards, unterschiedlicher Körperbau.

Ist der Old Danish Pointer vom AKC anerkannt?

Nicht vollständig. Der AKC hat ihn im April 2026 in seinen Foundation Stock Service aufgenommen, ein Erfassungsprogramm für Rassen auf dem Weg zur möglichen Anerkennung, keine vollwertige Rassezugehörigkeit. Die FCI erkennt ihn bereits seit 1969 endgültig an.

Ist er ein guter Familienhund?

Ja, wenn er eine echte Aufgabe hat. Der Standard nennt ihn ruhig, ausgeglichen und entschlossen statt showtauglich, und Rassequellen beschreiben ihn als geduldig mit Kindern und anderen Tieren. Trotzdem braucht er eine echte Aufgabe im Freien – Jagd, viel Bewegung, Nasenarbeit – sonst wird aus einem ruhigen Hund ohne Beschäftigung schnell ein unruhiger.

Haart der Old Danish Pointer viel?

Mäßig. Der Old Danish Pointer verliert eine überschaubare Menge Fell, gleichmäßig übers Jahr verteilt, mit kräftigeren Phasen beim Fellwechsel. Einmal pro Woche bürsten hält den Großteil der losen Haare von deinen Böden und Klamotten fern.

Ist der Old Danish Pointer hypoallergen?

Eher nicht. Kein Hund ist wirklich hypoallergen, und das haarende Fell des Old Danish Pointer gibt jede Menge der Hautschuppen ab, die Allergien auslösen. Wenn bei dir zu Hause jemand allergisch ist, ist das keine der einfachsten Rassen fürs Zusammenleben – verbring vorher Zeit mit einem.

Ist der Old Danish Pointer leicht zu erziehen?

Einigermaßen. Der Old Danish Pointer lässt sich mit Konsequenz und Belohnungen erziehen, auch wenn er nicht der schnellste Lerner ist. Halte die Einheiten kurz und positiv und hab Geduld bei den Grundlagen wie dem Rückruf.

Tools und Ressourcen