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A person crouching down to meet a hopeful shelter dog at an animal rescue in warm light

Wie du einen Hund oder eine Katze aus dem Tierheim adoptierst

Adoption · 2026-07-21 · 7 Min. Lesezeit

Einen Hund oder eine Katze aus dem Tierheim zu adoptieren ist meist günstiger und schöner, als eins zu kaufen, und die Gebühr deckt oft schon Impfungen, Chip und Kastration ab. Was Erstadoptierende überrascht, ist die Auswahl: Du füllst einen Antrag aus, beantwortest Fragen zu deinem Zuhause und deinem Alltag, und manchmal gibt es einen Hausbesuch oder ein Kennenlernen, bevor du das Tier mit nach Hause nimmst. So läuft der ganze Weg ab, für Hunde wie für Katzen, von der Suche bis zu den ersten Tagen, nachdem du sie nach Hause geholt hast.

Wo du suchst: Tierheim, Rasseverein oder Pflegestellennetz

Das Innere eines sauberen, modernen Tierheims mit ordentlichen Boxen und ein paar Hunden und Katzen

Fang mit drei Arten von Orten an: kommunalen Tierheimen, rassespezifischen Vereinen und Vereinen mit Pflegestellen, und es hilft zu wissen, wie jeder davon funktioniert, bevor du hingehst. Ein kommunales Tierheim nimmt Fund- und Abgabetiere aus einer ganzen Region auf, also triffst du dort einen bunten Mix aus Alter, Größe und Mischlingen, und Hunde und Katzen sind oft direkt nebeneinander. Diese Tierheime lassen dich meist persönlich vorbeikommen, und das ist der schnellste Weg, an einem Nachmittag viele Tiere kennenzulernen. Weil viele Tiere aufgenommen werden, ist das Team schnell unterwegs, also komm mit einer groben Vorstellung, was zu deinem Zuhause passt, statt eine lange Führung zu erwarten.

Rassespezifische Vereine kümmern sich um eine einzige Hunde- oder Katzenart und kennen ihre Tiere in der Regel gut, was hilft, wenn du ein bestimmtes Wesen oder Fell im Kopf hast. Vereine mit Pflegestellen haben gar kein zentrales Gebäude; jedes Tier lebt im Zuhause eines Ehrenamtlichen, sodass die Pflegestelle dir sagen kann, wie die Katze auf den Staubsauger reagiert oder ob der Hund ruhig mit Kindern umgeht. Such deinen Ort zusammen mit "Tierheim" oder "Tierschutzverein", schau auf die Seiten deiner Gemeinde und sieh dir überregionale Vermittlungsportale an, die viele Organisationen auf einmal auflisten. Wenn du das Tier selbst als Fundtier gefunden hast, sind die Schritte andere, und wir erklären sie in was tun, wenn du eine streunende Katze findest.

Der Antrag und die Auswahl

Ein Paar füllt am Empfang eines Tierheims einen Adoptionsantrag aus, daneben eine freundliche Mitarbeiterin

Rechne mit einem Antragsformular und etwas Auswahl, und nimm es als normalen Ablauf, nicht als Hürde. Das Formular fragt nach deinem Zuhause, deinen Arbeitszeiten, deiner Erfahrung mit Tieren, ob du zur Miete oder im Eigentum wohnst, wer sonst noch bei dir lebt und ob du weitere Tiere hast. Manche Vereine wollen eine Tierarztreferenz oder einen kurzen Hausbesuch, und die meisten möchten ein Kennenlernen, bevor etwas endgültig ist, manchmal mit deinem jetzigen Hund dabei, um zu sehen, wie die beiden miteinander klarkommen. Nichts davon ist das Tierheim, das dir das Leben schwer macht.

Sie treffen diese Auswahl, weil das Tier vor ihnen oft schon ein Zuhause verloren hat, und eine zweite gescheiterte Vermittlung belastet alle, das Tier am meisten. Die Fragen sind also da, um eine Passung zu finden, nicht um über dich zu urteilen. Es ist normal, viel gefragt zu werden, und es ist normal, ab und zu für ein bestimmtes Tier abgelehnt zu werden, meist weil dieser Hund einen Garten braucht, den du nicht hast, oder diese Katze nicht mit einem Kleinkind leben kann. Eine Absage für ein Tier ist kein Urteil über dich als Adoptierenden; frag das Team, welches ihrer Tiere zu deiner Situation passt, und meist zeigen sie dir eine bessere Übereinstimmung.

Was die Adoptionsgebühr abdeckt

Die Adoptionsgebühr deckt meist mehr ab, als man erwartet. In den meisten Tierheimen bündelt sie die Grundimpfungen, den Chip und die Kastration, oft dazu noch eine Floh- und Wurmbehandlung und einen einfachen tierärztlichen Check. Das heißt, ein Großteil der ersten tierärztlichen Arbeit ist schon erledigt und bezahlt, bevor du nach Hause fährst, was beim privaten Kauf eines jungen Tieres so gut wie nie der Fall ist.

Die Gebühren unterscheiden sich stark von Land zu Land, von Organisation zu Organisation und nach dem Alter des Tieres, deshalb lohnt es sich zu fragen, was genau enthalten ist, statt nackte Zahlen zu vergleichen. Kätzchen und Welpen kosten manchmal etwas mehr als erwachsene Tiere, und bei einem Seniortier kann die Gebühr reduziert oder erlassen sein. Selbst am oberen Ende liegt die Summe meist weit unter dem Preis für dasselbe Tier bei einem Züchter oder auf einer Anzeigenseite, und du zahlst die erste Impfrunde und die spätere Kastration nicht extra. Bitte um die Unterlagen darüber, was gemacht wurde, damit dein eigener Tierarzt den Plan an der richtigen Stelle fortführen kann. Bei einem älteren Tier frag auch, ob das Tierheim ein bekanntes Gesundheitsproblem vermerkt hat, damit du damit planen kannst, statt davon überrascht zu werden.

Die richtige Passung wählen, nicht das traurigste Gesicht

Ein frisch adoptierter Hund und eine Katze, die sich ruhig in einem gemütlichen Zuhause einleben

Wähle nach Wesen und Energie, nicht nach dem traurigsten Gesicht im Raum. Es ist leicht, sich in das Tier zu verlieben, das am verzweifeltsten aussieht, aber eine gute Passung hängt daran, wie ein Hund oder eine Katze wirklich in deinen Alltag passt: wie viel Bewegung es braucht, wie es mit dem Alleinsein umgeht, ob es entspannt mit Kindern oder anderen Tieren ist. Eine ruhige Seniorkatze und ein sprudelnder junger Hund sind sehr unterschiedliche Verpflichtungen, und das richtige Tier ist das, das zu dem Leben passt, das du ohnehin führst. Mitleid verfliegt in ein, zwei Wochen, der Alltag einer schlechten Passung aber nicht, also lass neben deinem Herz auch deinen Kopf mitreden.

Frag das Team und die Pflegestellen, was sie über die Vorgeschichte und das Verhalten des Tieres wissen, da sie es meist seit Wochen beobachten. Was es nervös macht, wie es frisst, ob es schon mit Katzen oder Kindern gelebt hat. Sei ehrlich zu deiner eigenen Erfahrung und deinen Zeiten, damit sie dich gut lenken können. Zieh ein erwachsenes Tier statt eines Welpen oder Kätzchens in Betracht; erwachsene Tiere sind oft schon stubenrein und ihr Charakter ist gefestigt, sodass das, was du kennenlernst, nah an dem ist, was du bekommst. Wenn dich eine bestimmte Rasse leitet, erklären unsere Rasseprofile typische Energie und typisches Wesen, auch wenn im Tierheim das Tier vor dir mehr aussagt als das Etikett.

Sie nach Hause holen: die ersten Tage

Geh die ersten Tage langsam an, denn ein frisch adoptiertes Tier erholt sich von einem stressigen Umzug und braucht Ruhe mehr als Unterhaltung. Richte einen ruhigen Platz ein, bevor es ankommt: eine Box oder ein Bett in einer wenig genutzten Ecke für einen Hund, ein kleines Zimmer mit Katzenklo, Futter und einem Versteck für eine Katze. Halte Besuch fern, halte das Haus leise und lass das Tier zu dir kommen, statt es zu bedrängen. Viele Hunde und Katzen verstecken sich, schlafen viel oder fressen die ersten ein, zwei Tage kaum, und das legt sich meist von allein.

Bei Hunden nutzt man oft den Drei-Drei-Drei-Rhythmus: grob drei Tage zum Ankommen, drei Wochen, um deine Routine zu lernen, und drei Monate, um sich zu Hause zu fühlen, den wir in einen Tierheimhund mit der 3-3-3-Regel eingewöhnen durchgehen. Katzen brauchen denselben geduldigen Start, Zimmer für Zimmer, den wir in ein Kätzchen nach Hause holen behandeln. Die meisten Vereine bieten nach der Adoption Unterstützung an, also ruf sie an, wenn die Eingewöhnung stockt, und fast alle sehen eine Rückgabemöglichkeit vor, falls die Passung wirklich nicht funktioniert. Sie zu nutzen ist kein Scheitern; ein guter Verein nimmt ein Tier viel lieber zurück, als es im falschen Zuhause leiden zu sehen.

Häufige Fragen

Was kostet es, einen Hund oder eine Katze zu adoptieren?

Die Adoptionsgebühren unterscheiden sich stark nach Land, Tierheim und Alter des Tieres, frag also die jeweilige Organisation, statt eine feste Zahl zu erwarten. In der Regel liegt die Gebühr weit unter einem Kauf beim Züchter, und sie enthält meist schon Impfung, Chip und Kastration. Kätzchen und Welpen kosten oft etwas mehr als erwachsene Tiere, und manche Tierheime reduzieren oder erlassen die Gebühr für Seniortiere.

Was ist in der Adoptionsgebühr enthalten?

In den meisten Tierheimen deckt die Gebühr die Grundimpfungen, den Chip und die Kastration ab, oft dazu eine Floh- und Wurmbehandlung sowie einen einfachen Gesundheitscheck. Das ist je nach Organisation verschieden, bitte also um eine schriftliche Liste dessen, was gemacht wurde. Mit diesen Unterlagen kann dein eigener Tierarzt den Impfplan und offene Behandlungen an der richtigen Stelle fortführen.

Welche Fragen stellt das Tierheim bei einer Adoption?

Meist wird nach deinem Zuhause gefragt, ob du zur Miete oder im Eigentum wohnst, nach deinen Arbeitszeiten, wer bei dir lebt, ob du andere Tiere hast und nach deiner Erfahrung mit Tieren. Manche wollen zusätzlich eine Tierarztreferenz oder vereinbaren einen kurzen Hausbesuch. Die Fragen sind da, um das Tier in ein passendes Zuhause zu vermitteln, nicht um dich zu überführen.

Kann ein Tierheim einen Adoptionsantrag ablehnen?

Ja, ein Tierheim kann einen Antrag ablehnen, und das kommt bei einem bestimmten Tier recht oft vor. Meist heißt es, dass dieser Hund oder diese Katze etwas braucht, das dein Zuhause nicht bieten kann, etwa einen gesicherten Garten oder ein Haus ohne kleine Kinder, und ist kein Urteil über dich. Frag, welches ihrer anderen Tiere zu deiner Situation passt, und normalerweise schlagen sie dir eine bessere Passung vor.

Kann man ein adoptiertes Tier zurückgeben, wenn es nicht passt?

Fast alle Vereine sehen eine Rückgabemöglichkeit vor, und die meisten bitten darum, das Tier zu ihnen zurückzubringen, statt es selbst weiterzuvermitteln. Ein Tier zurückzugeben, das sich wirklich nicht einlebt, ist kein Scheitern; ein guter Verein nimmt es lieber zurück und findet eine bessere Passung. Viele bieten auch nach der Adoption Rat an, ruf sie also an, bevor du dich entscheidest, denn manche Anfangsprobleme legen sich mit Zeit und Unterstützung.

Ist es besser, aus dem Tierheim zu adoptieren oder beim Züchter zu kaufen?

Für die meisten Menschen ist Adoptieren die bessere erste Wahl: Es kostet weniger, gibt einem Tier ein Zuhause, das eins braucht, und die Gebühr deckt meist die erste tierärztliche Arbeit ab. Ein verantwortungsvoller Züchter kann sinnvoll sein, wenn du aus einem konkreten Grund eine vorhersehbare Größe oder ein vorhersehbares Wesen brauchst, etwa wegen einer Allergie oder einer Arbeitsaufgabe. So oder so: Meide Spontankäufe über Online-Anzeigen und nicht angemeldete Verkäufer, wo Gesundheit und Vorgeschichte oft unbekannt sind.

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