Rassestandard
Die schriftliche Beschreibung, die ein Verband für eine Rasse führt — Proportionen, Fell, Bewegung, Wesen — und das Dokument, nach dem Richter im Ring bewerten.
Ein Standard beschreibt ein Ideal, das kein lebendes Tier vollständig erreicht. Er legt fest, wofür die Rasse gedacht ist und wie sie dabei aussehen soll, und weil im Ring die Hunde gewinnen, die dem am nächsten kommen, steuert der Standard über Jahrzehnte, was gezüchtet wird.
Genau daher kommt auch das Problem. Wo ein Standard ein Merkmal belohnt, ohne ihm eine Grenze zu setzen — eine flachere Schnauze, ein längerer Rücken, mehr Haut — folgt die Selektion, und die gesundheitlichen Folgen kommen eine Generation später an. Mehrere Zuchtverbände haben Standards genau deswegen umgeschrieben und ergänzt, dass ein Hund atmen, sich bewegen und sehen können muss.