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A soft puppy collar and a lightweight lead laid out among new puppy essentials

Leinentraining beim Welpen: von den ersten Schritten zum echten Spaziergang

Training · · 6 Min. Lesezeit

Die erste Erfahrung mit Halsband und Leine prägt jahrelange Spaziergänge, deshalb geht es zuerst nur darum, die Ausrüstung langweilig zu machen, bevor sie draußen überhaupt getestet wird. Führe erst Halsband oder Geschirr allein ein, dann eine schleifende Leine, dann sanfte Führung, und erst danach die Haustür – jeder Schritt so klein, dass sich nichts davon wie ein Kampf anfühlt. Stürzt du dich gleich auf einen belebten Gehweg, bekommst du einen Welpen, der erstarrt, gegen die Leine kämpft oder von Anfang an zieht. Hier ist der langsamere Weg, der wirklich hält.

Fang mit Halsband oder Geschirr allein an – Tage, bevor die Leine dazukommt

Bevor überhaupt eine Leine ins Spiel kommt, lass deinen Welpen sich einfach erst an ein flaches Halsband gewöhnen oder, schonender für den Hals eines wachsenden Welpen, an ein gut sitzendes Geschirr. Zieh es drinnen für ein paar Minuten am Stück an, verknüpft mit Leckerlis, einer Mahlzeit oder einem Lieblingsspiel, und nimm es wieder ab, solange noch alles gut läuft. Ein Welpe, der lernt, dass die Ausrüstung selbst gute Dinge ankündigt, überspringt die klassische Erstarr-und-Kratz-Reaktion, die auftritt, wenn ein Halsband am Spaziergangstag plötzlich aus dem Nichts kommt.

Prüfe den Sitz genau: Zwei Finger sollten unter ein Halsband oder einen Geschirrgurt passen, nicht mehr und nicht weniger, und kontrolliere das alle paar Wochen neu, da ein wachsender Welpe sich schnell verändert. Ein Geschirr, das an der Brust statt am Hals einhakt, ist die schonendere Standardwahl für einen jungen Hund, der noch nicht gelernt hat, brav an der Leine zu gehen.

Bring die Leine zuerst drinnen an und lass sie schleifen

Ein Hund geht drinnen ruhig an lockerer Leine über einen Holzboden

Sobald die Ausrüstung selbst nichts Neues mehr ist, hak in einem ruhigen Moment zu Hause eine leichte Leine ein und lass sie einfach über den Boden schleifen. Nimm sie noch nicht in die Hand. Lass deinen Welpen sich an das seltsame Gefühl gewöhnen, dass ihm etwas hinterherzieht, und belohne ihn ruhig dafür, dass er sie ignoriert, statt sich darauf zu fixieren oder sie zu kauen. Ein paar kurze Einheiten dieser Art, über ein paar Tage verteilt, reichen meist aus.

Erst wenn die schleifende Leine den Welpen gar nicht mehr stört, solltest du das andere Ende in die Hand nehmen. Halt die Leine bei den ersten Malen völlig anspruchslos – kein Ziehen, kein Lenken –, sondern einfach nur halten, während dein Welpe in einem vertrauten Raum herumtapst.

Bring „bei mir" bei: Belohne die Position, nicht die Distanz

Mach mit der Leine in der Hand ein paar Schritte und belohne deinen Welpen dafür, dass er nah an deinem Bein bleibt – lenke ihn bei Bedarf mit einem Leckerli in Position. Du bringst ihm eine Stelle bei, an der er sein soll, noch nicht Distanz oder Dauer, halte die Einheiten also auf ein paar Minuten begrenzt, erst drinnen, dann im Garten oder einem ruhigen Flur. Markiere und belohne großzügig jedes Mal, wenn dein Welpe sich entscheidet, in deiner Nähe zu bleiben, damit die Nähe zu dir sich wie das beste Angebot im Raum anfühlt.

Steigere langsam – ein paar Schritte, dann eine Runde durch den Garten, dann eine kurze Schleife –, und höre immer bei einem Erfolg auf, statt weiterzumachen, bis dein Welpe das Interesse verliert oder frustriert ist. Kurz und einfach, oft wiederholt, schlägt in diesem Alter immer eine lange Einheit.

Geh damit nach draußen – erst kurz, langweilig und ablenkungsarm

Wähl für den ersten echten Spaziergang draußen eine ruhige Straße oder eine ruhige Tageszeit, und rechne eher mit viel Schnüffeln und langsamem, mäanderndem Vorankommen als mit einem zügigen Spaziergang – das ist völlig normal und kein schlechtes Laufen. Halt an und belohne jedes Mal, wenn dein Welpe sich bei dir meldet oder wieder in deinen Schritt fällt. Wenn dein Welpe stehen bleibt und sich weigert weiterzugehen, weil ihn etwas erschreckt hat, zieh ihn nicht vorwärts; halte an, warte und lass ihn selbst entscheiden, wann er weitergeht, und belohne genau diesen Moment.

Halte die ersten Einheiten draußen kurz – fünf bis zehn Minuten reichen völlig – und steigere in den folgenden Wochen langsam die Dauer und wage dich an belebtere Orte, während das Selbstvertrauen wächst. Ein Welpe, der ruhig und ohne Hetze an die Außenwelt an der Leine herangeführt wird, wird meist ein deutlich einfacherer Spaziergangbegleiter als einer, der gleich in eine überfüllte Einkaufsstraße geworfen wird.

Wenn dein Welpe schon zieht oder aus einer dafür gezüchteten Linie stammt

Bei manchen Rassen ist entspanntes Laufen an lockerer Leine von Anfang an ein härteres Projekt, und es hilft, das vorher zu wissen. Schlittenhunderassen wie der Siberian Husky und der Alaskan Malamute sind darauf gezüchtet, sich mit vollem Körpergewicht ins Geschirr zu legen und zu ziehen, weshalb das Ziehen früh und mit echter Kraft auftreten kann – ein Brustgeschirr und die Loose-Lead-Methode ab dem allerersten Spaziergang zahlen sich weit mehr aus, als abzuwarten, ob es sich von selbst löst. Spürhunde wie der Beagle oder der Basset Hound werden ständig von der eigenen Nase vom Kurs abgebracht, weshalb kürzere, ablenkungsärmere Strecken und extra Geduld besser funktionieren, als Konzentration auf einem duftreichen Gehweg zu erwarten.

Wenn Ziehen bei einem älteren Welpen oder erwachsenen Hund schon eine feste Gewohnheit ist statt etwas, dem du früh vorbeugst, geht unser vollständiger Leitfaden zum Laufen an lockerer Leine ausführlich auf die Stop-and-Reward-Methode ein.

Häufige Fragen

Ab welchem Alter kann man mit dem Leinentraining beim Welpen anfangen?

Du kannst Halsband oder Geschirr schon drinnen einführen, sobald der Welpe einzieht, meist mit etwa 8 Wochen, lange vor dem ersten echten Spaziergang. Beschränke die ersten Einheiten aufs Tragen der Ausrüstung und eine schleifende Leine drinnen und geh erst nach draußen, wenn dein Welpe mit beidem entspannt ist.

Halsband oder Geschirr fürs Leinentraining – was ist besser?

Ein gut sitzendes Geschirr mit Brustverschluss ist für einen jungen, wachsenden Welpen meist die schonendere Wahl, weil es den Druck über den Körper statt auf den Hals verteilt. Ein flaches Halsband eignet sich zwar zur Identifikation, aber für die eigentliche Leinenführung bevorzugen viele Trainer das Geschirr.

Mein Welpe läuft nicht an der Leine und setzt sich einfach hin – was tun?

Zieh einen Welpen, der sich hingesetzt hat, nicht vorwärts; meist ist er unsicher oder überfordert, nicht stur. Geh in die Hocke, ermutige ihn sanft mit deiner Stimme oder einem Leckerli, und lass ihn selbst entscheiden, wann er sich in seinem eigenen Tempo bewegt. Passiert das häufig, ist der Spaziergang vielleicht zu lang, zu belebt oder kommt zu früh nach Einführung der Leine.

Wie lange dauert das Leinentraining bei einem Welpen?

Sich an Halsband oder Geschirr und eine schleifende Leine zu gewöhnen dauert mit kurzen Einheiten oft nur wenige Tage. Ein wirklich ruhiger Spaziergang an lockerer Leine draußen baut sich meist über mehrere Wochen auf, und dauert noch länger, wenn dein Welpe von Natur aus zieht oder besonders nervös auf neue Erfahrungen reagiert.

Warum beißt mein Welpe in die Leine?

Leinenbeißen ist meist Spiel, Übererregung oder leichte Frustration statt Aggression, besonders bei jungen Welpen, die noch alles ins Maul nehmen. Bleib stehen und werde still und langweilig, bis das Beißen aufhört, biete stattdessen ein Spielzeug an und halte die ersten Einheiten so kurz, dass dein Welpe nicht übermüdet oder überreizt wird.

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