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A dog lying quietly on a kitchen floor beside a water bowl, looking a little off-colour

Warum erbricht sich mein Hund? Ursachen und wann du zum Tierarzt musst

Gesundheit & Pflege · · 7 Min. Lesezeit

Verfasst vom Redaktionsteam von BreedQuestMedizinisch geprüft von Venkat Kolli, MSc, Veterinary Sciences ·
Wichtig: Dieser Guide bietet allgemeine Informationen, keine tierärztliche Beratung, und kann dein Haustier nicht diagnostizieren. Jedes Tier ist anders — wenn du dir Sorgen machst oder es deinem Haustier schlechter geht, ruf deinen Tierarzt an. Im Notfall wende dich sofort an deinen Tierarzt oder die nächste Notfallklinik.

Einmaliges Erbrechen bei einem sonst munteren, verspielten Hund ist häufig und geht meist von selbst vorbei. Wiederholtes Erbrechen, oder Erbrechen bei einem Hund, der schlapp ist, Schmerzen hat oder würgt, ohne etwas hochzubringen, ist etwas anderes und gehört zum Tierarzt. Dieser Ratgeber erklärt die üblichen Ursachen, was du bei einem milden, einmaligen Vorfall zu Hause versuchen kannst, und die konkreten Anzeichen, bei denen du zum Telefon greifen solltest.

Erst mal: Erbrechen oder Regurgitieren?

Es lohnt sich, die beiden auseinanderzuhalten, denn dein Tierarzt wird danach fragen. Erbrechen ist aktiv: Der Bauch presst, der Hund wirkt schon vorher übel, und was hochkommt, ist teilweise verdaut und oft gelb von Galle. Regurgitieren ist passiv: Das Futter kommt fast unverdaut wieder hoch, schlauchförmig, ohne Würgen, meist kurz nach dem Fressen. Regurgitieren deutet eher auf die Speiseröhre als auf den Magen hin. Wenn du kannst, notiere, was genau du beobachtest, wie oft es passiert und wie das Erbrochene aussieht.

Die wahrscheinlichsten Ursachen

Einmaliges Erbrechen ist meist schlicht eine Futterindiskretion: Der Hund hat etwas gefressen, das er nicht sollte, hat zu hastig gefressen, unterwegs etwas aufgeschnappt, oder das Futter wurde plötzlich umgestellt. Weitere häufige Ursachen sind eine leichte Magenreizung, Darmwürmer, gefressenes Gras und Reisekrankheit. Es gibt aber auch ernstere Ursachen, weshalb wiederholtes Erbrechen nie ignoriert werden sollte: ein verschluckter Gegenstand, der den Darm blockiert, giftiges Futter oder eine giftige Pflanze, eine Bauchspeicheldrüsenentzündung sowie Nieren- oder Lebererkrankungen. Bei einem ungeimpften Welpen kann wiederholtes Erbrechen auf Parvovirose hindeuten, ein absoluter Notfall. Das sind Möglichkeiten, die ein Tierarzt abklären muss, keine Diagnose für zu Hause.

Was du zu Hause sicher tun kannst

Das gilt nur für einmaliges Erbrechen bei einem erwachsenen Hund, der ansonsten munter ist, trinkt und sich normal verhält. Gib dem Magen Ruhe: Nimm das Futter für ein paar Stunden weg, lass aber Wasser stehen, damit der Hund in kleinen Mengen trinken kann. Kommt nichts mehr hoch, biete eine kleine, einfache, fettarme Mahlzeit an — etwas gekochtes Hühnchen oder weißen Fisch mit Reis — und steigere über ein bis zwei Tage zurück zum normalen Futter. Gib niemals Übelkeits- oder Schmerzmittel für Menschen, mehrere davon sind giftig für Hunde. Kommt das Erbrechen zurück, oder bessert sich dein Hund nach ein paar Stunden nicht deutlich, beende die Hausmittel und ruf deinen Tierarzt an.

Sofort zum Tierarzt, wenn dir eines davon auffällt

Ruf sofort deinen Tierarzt oder die nächste Notfallklinik an, wenn dein Hund: sich wiederholt erbricht oder kein Wasser bei sich behält; Blut im Erbrochenen hat, ob hellrot oder wie Kaffeesatz; einen aufgeblähten, harten oder schmerzhaften Bauch hat, vor allem mit erfolglosem Würgen — bei einem tiefbrüstigen Hund wie der Great Dane kann das eine Magendrehung (GDV) sein, ein echter Notfall, bei dem jede Minute zählt; schlapp, schwach oder kollabiert ist; möglicherweise etwas Giftiges oder einen Fremdkörper gefressen hat; ein Welpe, eine kleine Rasse oder bekanntermaßen Diabetiker ist; oder zusätzlich Durchfall hat und es ihm zunehmend schlechter geht. Im Zweifel: anrufen — ein fünfminütiger Anruf beim Tierarzt ist immer die sichere Wahl.

Häufige Fragen

Mein Hund hat sich einmal erbrochen, wirkt aber fit — muss ich mir Sorgen machen?

Wahrscheinlich nicht. Einmaliges Erbrechen bei einem Hund, der ansonsten munter ist, trinkt und sich normal verhält, ist häufig und meist nur eine leichte Magenverstimmung. Gib dem Magen ein paar Stunden Ruhe, biete Wasser an, dann eine kleine, milde Mahlzeit. Behalte ihn im Auge und ruf deinen Tierarzt an, wenn das Erbrechen zurückkommt, sich häuft, oder dein Hund schlapp wird oder nicht mehr frisst.

Wann ist Erbrechen beim Hund ein Notfall?

Behandle es als Notfall, wenn dein Hund sich wiederholt erbricht, kein Wasser bei sich behält, Blut im Erbrochenen hat, einen aufgeblähten oder schmerzhaften Bauch hat, erfolglos würgt, schwach ist oder kollabiert, oder möglicherweise Gift oder einen Gegenstand verschluckt hat. Ein tiefbrüstiger Hund mit aufgeblähtem Bauch und erfolglosem Würgen braucht sofort einen Tierarzt — das kann eine lebensbedrohliche Magendrehung sein.

Sollte ich einem erbrechenden Hund das Futter entziehen?

Bei einmaligem Erbrechen eines ansonsten gesunden erwachsenen Hundes kann eine kurze Futterpause von ein paar Stunden dem Magen helfen, sich zu beruhigen — Wasser bleibt dabei verfügbar. Danach führst du kleine, einfache, fettarme Mahlzeiten wieder ein. Lass einen Hund nicht lange hungern, und entziehe Welpen, kleinen Rassen oder Diabetikern kein Futter — ruf stattdessen deinen Tierarzt an.

Was ist der Unterschied zwischen Erbrechen und Regurgitieren beim Hund?

Erbrechen ist aktiv: Der Hund würgt und wirkt übel und bringt teilweise verdautes Futter hoch, oft mit gelber Galle. Regurgitieren ist passiv: Unverdautes Futter kommt ohne Anstrengung wieder hoch, meist kurz nach dem Fressen. Beides deutet auf unterschiedliche Probleme hin, deshalb hilft es deinem Tierarzt, wenn du genau beobachtest, was du gesehen hast.

Kann ich meinem Hund zu Hause etwas gegen Erbrechen geben?

Nur einfache unterstützende Maßnahmen: ein paar Stunden Futterpause, Wasser in kleinen Mengen, dann eine milde, fettarme Mahlzeit. Gib niemals Übelkeitstabletten oder Schmerzmittel für Menschen — Medikamente wie Ibuprofen und Paracetamol sind giftig für Hunde. Braucht dein Hund ein Medikament gegen das Erbrechen, entscheidet das dein Tierarzt nach einer Untersuchung.

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