Eine Aminosäure, die Katzen nicht in nützlicher Menge selbst bilden können und deshalb fressen müssen — der Grund, warum eine Katze nicht von Hundefutter leben kann.
Hunde bilden Taurin aus anderen Aminosäuren. Katzen können das kaum, für sie ist es also essenziell im ernährungswissenschaftlichen Sinn: Es muss im Napf ankommen. Es steckt konzentriert in tierischem Gewebe, besonders in Herz und anderem Muskelfleisch, und es wird durch Hitze und Verarbeitung abgebaut.
Katzen ohne ausreichende Zufuhr entwickeln eine Netzhautdegeneration und eine dilatative Kardiomyopathie. Beides war verbreitet, bis der Zusammenhang in den 1980er-Jahren belegt wurde und die Hersteller anfingen, Katzenfutter grundsätzlich zu supplementieren. Es ist zugleich die klarste Antwort darauf, warum Katzen strikte Fleischfresser sind und Hunde nicht — und warum vegetarisches Katzenfutter ein viel schwierigeres Problem ist, als es aussieht.
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